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Bekannte Wolfs - Forscher

                                           Chronologisch nach dem Geburtsdatum geordnet

Prof. Dr. med. Dr. phil. Konrad Lorenz

Zoologe
7.11.1903 - 27.2.1989, geb. in Altenberg bei Wien

Den Grundstein der Verhaltensforschung legte Konrad Lorenz schon während seines Studiums mit der Erforschung von tierischen Instinktbewegungen. Seine Arbeit "Über den Begriff der Instinkthandlung" von 1937 gilt als Beginn der vergleichenden Verhaltensforschung. Konrad Lorenz war ein leidenschaftlicher Forscher. Bereits als Kind hat er sich mit Tieren beschäftigt und im Alter von 5 Jahren entdeckte er bereits die sogenannte Prägung bei Entenkücken. Konrad Lorenz studierte zuerst Medizin in New York und wechselte dann an die Universität in Wien, wo er 1928 zum Doktor der Medizin und nach weiterem Studium der Zoologie 1933 zum Dr. phil. promoviert wurde. Er studierte am liebsten seine Graugänse, die ihm überall hin folgten. Er wurde auch liebevoll als „Vater der Graugänse“ genannt.  An seinen Gänsen beobachtete er ein Verhalten, das er Prägung nannte.

Was ist Prägung? Konrad Lorenz erklärt:
Wenn Sie eine junge Gans in Obhut des Menschen aus dem Ei schlüpfen lassen, so dass der Mensch das erste Lebewesen ist, das ihm begegnet, dann fixiert die junge Gans in nicht mehr rückgängig zu machender Weise ihre kindliche Anhänglichkeit an den Menschen, dem sie als erstes begegnet ist, und folgt ihm während ihrer ganzen Jugend so getreu nach, wie sie normalerweise den Eltern nachfolgen würde."

Im 2. Weltkrieg war er Arzt im Kriegsdienst, von 1944-1948 war er Arzt in russischer Gefangenschaft.
1950gab Konrad Lorenz das Buch „So kam der Mensch auf den Hund“ heraus.
1961-1973 war er Direktor des Max-Planck-Institutes für Verhaltensphysiologie in Seewiesen.
1973erhielt Konrad Lorenz zusammen mit seinem Freund Niko Tinbergen den Nobelpreis für Medizin für ihr Konzept der vergleichenden Verhaltensforschung, das heute noch die Grundlage erfolgreichen ethologischen Arbeitens darstellt. Die vergleichende Verhaltensforschung betonte nachhaltig die Bedeutung der Beobachtung des Verhaltens der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung.
1982 war er Leiter der Forschungsstelle für Ethologie, in dem nach ihm benannten Konrad-Lorenz-Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Grünau im Almtal. Er unterrichtete auch an verschiedenen Universitäten zuerst in Königsberg, dann in Münster und in München Zoologie und Psychologie.
Konrad Lorenz ist im Februar 1989 im Alter von 85 Jahren an Nierenversagen gestorben.

In Zusammenarbeit mit dem Konrad-Lorenz-Institut und der Universität Wien wurde 2008 das Wolf Science Center (WSC) im Wildpark Ernstbrunn bei Wien gegründet.

Dr. Durward L. Allen

Biologe
1911-1997,  in Wayne, Indiana USA

Durward L. Allen studierte an der Michigan State Univerisität Biologie. Anschliessend arbeitete er jahrelang am Michigan Departement of Conservation, mit einem Unterbruch während des 2. Weltkrieges, wo er in Frankreich stationiert war. Später wurde er Direktor des wildlife research for the Fish and Wildlife Service in Maryland. 1958 begann er von der Perdue Universität aus mit einer Langzeitstudie über die Wölfe und Elche auf Isle Royale, wo er vor allem die Wolf-Beute Wechselbeziehung und die Ökologie erforschte. Das Projekt läuft bis heute und wurde 1975 nach seiner Pensionierung von seinem Schüler Rolf O. Peterson weitergeführt.

Prof. Rudolf Schenkel

Biologe und Verhaltenswissenschafter
1914 - 8.12.2003, Schweiz

Der Ursprung der Wolfsforschung war in der Schweiz. Der renommierte Schweizer Verhaltensforscher Rudolf Schenkel von der Universität Basel begann 1934 das Sozialverhalten der Wölfe im Basler Zoo zu studieren. Nach jahrelangen Beobachtungen der Wölfe im Basler und Zürcher Zoo, veröffentlichte er 1947 seine berühmte Monographie über das Sozialverhalten von Wölfen. Er beschreibt das Wolfsrudel als eine Gruppe mit einem dominanten Weibchen und einem dominanten Männchen, die er „Alphas“ nannte. Diese Monographie war die bedeutendste Literaturquelle zu dieser Zeit über das Sozialverhalten des Wolfes.

Prof. Dr. Wolfgang M. Schleidt

Zoologe, Ethologe und Anthropologe
geb. 18.12.1927 in Wien, Österreich

Wolfgang M. Schleidt wuchs in Wien auf, seine Grosseltern wohnten aber auf dem Land auf einem Bauernhof, wo er schon früh mit den verschiedensten Tieren in Kontakt kam. Ein besonderes Interesse hatte er schon immer für das Verhalten der Tiere und Menschen. Nach dem Kriegsdienst studierte er Zoologie und Anthropologie. Bei seiner Doktorarbeit studierte er den angeborenen Auslösemechanismus in der Kommunikation von Müttern und ihrem Nachwuchs bei Rötelmäusen. Dabei fand er heraus, dass wir die hochfrequenten Mäusetöne nicht hören können und entwickelte 1949 seinen ersten funktionsfähigen Apparat zur Aufnahme von Tönen im Ultraschallbereich, was ihn zu einem international anerkannten Experten in diesem Bereich machte. Weiter studierte er auch den auslösenden und steuernden Mechanismus des Saugaktes bei Neugeborenen. 1950 wurde Wolfgang Schleidt Assistent von Konrad Lorenz und baute mit ihm zusammen die Max-Planck-Forschungsstelle für vergleichende Verhaltensforschung in Westfalen auf und später das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Bayern. Von 1965-1985 war er Professor an der Universität von Maryland, USA und Leiter der ersten ethologischen Forschergruppe an der Ostküste, die sich vor allem mit Bioakustik und Kommunikationsforschung befasste. 1985 kehrte er nach Wien zurück und war bis 1992 Direktor des Konrad Lorenz Institut für vergleichende Verhaltensforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1989 ist er ausserordentlicher Professor an der Universität Wien, seit 2003 steht er den Studenten wegen seiner Schwerhörigkeit aber nur noch per E-Mail zur Verfügung. 2003 verfasste er eine Arbeit über die Ko-Evolution von Mensch und Caniden - eine Alternative Ansicht der Domestikationstheorie des Hundes. W. Schleidt geht davon aus, dass die ersten Kontakte zwischen Wölfen und Menschen wechselseitigen Charakter hatten und dass die darauf auf  beiden Seiten folgenden Entwicklungen am besten im Sinne einer Ko-Evolution zu vertehen sind. Diese Arbeit stiess auf ein grosses Interesse.

Prof. Dr. Erich Klinghammer

Biologe und Ethologe
28.2.1930 - 6.10.2011, geb. in Kassel, Deutschland

Erich Klinghammer wanderte 1951 in die USA aus, wo er an der Universität von Chicago Biologie und Ethologie studierte und 1962 seine Promotion erreichte. Anschliessend war er Mitglied des Lehrkörpers bis er 1968 an die Perdue Universität in Lafayette (Indiana) wechselte wo er bis zu seiner Pensionierung 1995 Ethologie unterrichtete. 1972 gründete Erich Klinghammer den Wolf Park Battle Ground in Indiana, USA.

Der Wolf Park Battle Ground ist eine nonprofit Organisation,  die unter dem Namen der North American Wildlife Park Fountation läuft, die ebenfalls 1972 von Erich Klinghammer gegründet wurde. Die Wölfe im Wolf Park werden von Hand aufgezogen und sozialisert. Der Wolf Park dient vor allem zu Forschungs- und Ausbildungszwecken.   www.wolfpark.org

Erich Klinghammer studierte im Wolf Park das Verhalten von sozialisierten Wolfsrudeln und später auch das Jagdverhalten der Wölfe gegenüber den Bisons. Zusammen mit seiner langjährigen Mitarbeiterin Patricia A. Goodmann, Zoologin und seit 1974 im Wolf Park, schrieb er ein Wolf Ethogramm, ein Katalog über das gesamte Verhalten des Wolfes und diverse weitere Veröffentlichungen über den Wolf.

Erich Klinghammer war Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von CHWOLF. Wir sind für seine Unterstützung und seine zahlreichen Ratschläge immer dankbar!   >>> Nachruf

Werner Freund

Wolfsspezialist
2.3.1933 - 9.2.2014, geb. in Garbenteich, Deutschland

Der ehemalige Gärtner, Raubtierpfleger und Expeditionsleiter war lange beim Grenzschutz und in der Bundeswehr tätig. Bevor er sein Leben ganz den Wölfen widmete, beschäftigte er sich 17 Jahre lang mit Bären. Seit 1972 lebt Werner Freund in Merzig mit Wölfen zusammen und betreibt Wolfsforschung der besonderen Art. Im Laufe der Zeit entstand dort auch sein weit über die Grenzen hinaus bekannte Wolfpark Werner Freund, wo er zusammen mit seiner Frau verschiedene Wolfsrudel betreut. Er veröffentlichte mehrere Bücher über das Verhalten seiner Wölfe, insbesondere sein bekanntes Werk „Wolf unter Wölfen“.   www.wolfspark-wernerfreund.de

Dr. L. David Mech

Wildtierökologe
geb. 1937 in Auburn, New York USA

Der bekannte amerikanische Wissenschaftler und Wolfsforscher L. David Mech verfasste in den späten 60er Jahren sein Buch „Der Wolf: Ökologie und Verhalten einer bedrohten Art“. In diesem Buch, das erstmals 1970 erschien, fasste L. David Mech alle verfügbaren Informationen über Wölfe zusammen und nahm oft Bezug auf Rudolf Schenkels Studie. Er studierte bis 1958 Naturschutz und schrieb 1962 seine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Wildtier-Ökologie an der Perdue Universität in Lafayette, Indiana. Seine Forschungsarbeit befasst sich mit dem Verhalten und der Ökologie von Wölfen, speziell mit der sogenannten „Räuber-Beute-Beziehung“. Seit 1968 erforscht er die Entwicklungsdynamik der Wolfspopulation und deren Einfluss auf den Rotwildbestand im Superior National Forest und seit 1986 auch in Kanada auf Ellesmere Island. 1985 war L. David Mech Mitbegründer und heute noch in der Geschäftsleitung des International Wolf Center in Ely, Minnesota, USA.

Das International Wolf Center (IWC) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Öffentlichkeit über Wölfe aufzuklären, zu informieren und zu unterrichten. Sie möchten einen Beitrag leisten, damit die Bevölkerung die Wölfe wieder besser verstehen und respektieren lernt und ihnen eine Überlebenschance in ihrem natürlichen Lebensraum zugesteht. Sie bieten täglich interessante und lehrreiche Wolfs-Kurse an und im Museum lernt man viel Wissenswertes über Wölfe. Sie arbeiten auch eng mit der Universität von Minneapolis zusammen. Die Wölfe im IWC werden von Hand aufgezogen und sozialisiert.   www.wolf.org

Seit 1997 untersucht David Mech im Yellowstone-Nationalpark die Wechselwirkung von Wölfen und Elchen.
2003 veröffentlicht er zusammen mit Luigi Boitani das Buch „Wolves – Behavior, Ecology and Conservation“ In diesem Buch veröffentlichen sie die neusten Erkenntnisse ihrer jahrelangen Forschungen an freilebenden Wolfsrudeln. Laut neusten Erkenntnissen ist die Bezeichnung Alpha Wolf bei freilebenden Wölfen veraltet. Heute wird der Begriff Eltern oder reproduzierendes Paar gebraucht.  Die Theorie des Alpha Wolfes* beruht mehrheitlich aus der Anfangszeit der Forschung und Beobachtungen von Wölfen in Gefangenschaft, die meist künstlich zusammengesetzt werden und nicht die selben Bedingungen haben wie freilebende Wölfe. Einzelne Wölfe, insbesondere Jungtiere, die in freier Wildbahn das Rudel verlassen würden, können in Gefangenschaft nicht einfach abwandern. Sie werden miteinander konkurrieren und eine Dominanz-Hierarchie entwickeln.     >>> mehr zum Begriff Alpha-Wolf*

Dr. Erik Zimen

Zoologe und Verhaltensforscher
1941 - 2003, geb. in Berlin, Deutschland (aufgewachsen in Schweden)

Mit 13 Jahren bekam Erik Zimen seinen ersten Hund geschenkt und zudem das Buch des berühmten Verhaltensforschers Konrad Lorenz „So kam der Mensch auf den Hund“. Dieses Buch beeindruckte ihn so sehr, dass er sich entschloss Biologie zu studieren und später Verhaltensforscher werden wollte. Er studierte in Zürich Zoologie und Anthropologie.
1967 begann er mit der Erforschung des Wolfes, seiner Lebensart und seinem sozialen Verhalten. Sein Leben widmete er der Erforschung von Hunden und Wölfen. In seiner sogenannten vergleichenden Verhaltensforschung „Wölfe und Königspudel“ (Dissertation 1970) studierte er einerseits wildlebende Wolfsrudel, andererseits züchtete er selbst Wölfe und untersuchte ihr Verhalten. Er verglich das Verhalten der Wölfe mit dem von Königspudeln. Schliesslich kreuzte er beide Rassen und untersuchte das Verhalten der so genannten Puwo‘s. Ab 1971 arbeitete er viele Jahre bei Konrad Lorenz im Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie. Seine Wölfe lebten im nahegelegenen Nationalpark Bayerischer Wald, der 1970 neugegründet wurde, da sie nicht direkt neben den vielen freilaufenden Gänsen und Enten von Konrad Lorenz gehalten werden konnten. Im Nationalpark Bayerischer Wald studierte er das Sozialverhalten der Wölfe und leitete viele Forschungsprojekte. Auch in Italien in den Abruzzen leitete er bis zu seinem Tod zusammen mit Luigi Boitani ein grosses Forschungsprojekt über die Ökologie des Wolfes. Bekannt wurde Erik Zimen auch durch seine vielen Dokumentarfilme über Tiere und Natur, die er für das Fernsehen (den Süddeutschen Rundfunk, SDR) drehte. 1976 entstand sein erster Film über das Verhalten der Wölfe. Erik Zimen ist im Mai 2003 im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Hirntumores gestorben.   www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Prof. Harry Frank

Biologe und Ethologe
geb. 1942, USA

Harry Frank von der Universität Michigan-Flint, USA, veröffentlichte 1987 das Buch „man and wolf“. In diesem Buch sind von verschiedenen Wolf-Verhaltensforschern Berichte über die Fortschritte, Ergebnisse und Probleme bei der Forschung von Wölfen in Gefangenschaft veröffentlicht worden. Unter anderem von Erich Klinghammer und Pat Goodmann, Erik Zimen, Carl R. Gustavson und Nicolaus K. Lowell, David Mech, von Harry Frank selbst und vielen mehr.

Prof. Dr. Lowell K. Nicolaus

Biologe und Zoologe
geb. 7.7.1942 in Sacramento, Californien

Er studierte Biologie an der Southern Oregon Universität und Zoologie an der North Dakota State Universität. Seit 1976 arbeitete er mit Carl R. Gustavson zusammen und erweiterte die von Gustavson entwickelte  „Contitioned Taste Aversion“ (CTA)-Methode und machte verschiedene Versuche mit diversen Tierarten. Nach Gustavsons frühem Tod führte er die Erforschung der CTA-Methode weiter (siehe mehr bei Dr. Carl R. Gustavson). Momentan läuft ein Projekt mit CTA in New Mexiko bei einem in Gefangenschaft lebenden Rudel Mexikanischer Wölfe.

Dr. Carl R. Gustavson

Psychologe und Biologe
1946 - 30.7.1996, Utah, USA

Er war ein Pionier in der Anwendung der psychologischen Wissenschaft zum Schutz wild lebender Tiere und deren Umwelt. 1974 begann er eine Methode zu entwickeln, um die vielen Angriffe von Kojoten und Wölfen auf Schafherden zu verhindern. Stattdessen sollten sie wieder mehr ihre natürlichen wildlebenden Beutetiere jagen. Er versuchte ihr räuberisches Verhalten zu ändern, in dem er den angeborenen Abwehrmechanismus der Raubtiere gegen Vergiftungen zu Nutze machte. Er preparierte Schaffleisch-Köder mit einer künstlichen nicht zu riechenden Substanz, die aber starke Übelkeit verursacht. Erste Versuche machte Gustavson mit Kojoten und Wölfen in Gefangenschaft. Sie verknüpften die Übelkeit mit dem Schafgeschmack und wendeten sich nach den ersten Versuchen tatsächlich von den Schafen ab. Somit entstand die Methode „Conditioned Taste Aversion“ (CTA) oder „Konditionierte Geschmacksabneigung“. Sie ist eine einzigartige und äusserst wirkungsvolle Lernmethode, durch die bei Tieren der Drang nach ausgewählter Nahrung auf dem Wege assoziierter Übelkeit langfristig unterbunden werden kann. Andere Wissenschaftler (unteranderem auch Dr. Lowell K. Nicolaus) wurden durch Gustavsons erfinderische Arbeit angespornt. Sie erweiterten die Forschung und machten Versuche mit Füchsen, Ratten, Vögel, Bären, Pumas und anderen Spezies. Es hat sich bestätigt, dass bei richtiger Versuchsanordnung die Bereitschaft von Raubtieren, ausgewählte Beutetierarten anzugreifen, drastisch und anhaltend reduziert werden kann. Nicht nur in Gefangenschaftsbedingungen, sondern auch in freier Wildbahn konnten entsprechende Erfolge erzielt werden. Seine Studien waren noch nicht abgeschlossen, als er am 30.7.1996 an einem plötzlichen Herzinfarkt verstarb. Dr. Lowell K. Nicolaus führte seine Studien weiter. Obwohl eine überwältigende Menge an wissenschaftlichen Beweisen für den Einsatz von CTA spricht, haben der U.S. Fish and Wildlife Service und das U.S. Departement of Agriculture CTA von der Liste möglicher Managementmassnahmen zur Kontrolle von Wolfsattacken gestrichen. Diese Entscheidung beruht auf Ergebnissen amtseigener Studien, bei denen CTA als Kontrollmittel versagt haben soll. Dr. Nicolaus ist der Meinung, dass die Versuche fehlerhaft und deshalb misslungen sind. CTA wird durch die zuständigen Ministerien dennoch bis heute abgelehnt.

Prof. Luigi Boitani

Biologe, Tierökologe und Zoologe
geb. 2.4.1946 in Rom, Italien

Er studierte in Rom Biologie und Tierökologie. 1970 erreichte er seine Promotion an der Universität in Rom, wo er auch viele Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zoologischen Institut war und in den Fächern Zoologie und Biologie unterrichtete. Er arbeitet bei vielen Forschungsprojekten in Italien, Afrika und Südostasien mit, insbesondere auch an der Studie – Wolf Ökologie in Italien, die er zusammen mit Erik Zimen leitete. Seit 1985 ist er Berater des International Wolf Center, Ely, MN.
2003veröffentlicht Luigi Boitani zusammen mit L. David Mech das Buch „Wolves – Behavior, Ecology and Conservation“ (siehe auch L. David Mech).

Prof. Dr. Paul C. Paquet

Biologe und Zoologe
geb. 6.12.1948 in Portland, Oregon USA

Er studierte Biologie, Zoologie, Philosophie und Wildlife Managament an verschiedenen Universitäten in den USA. Er ist ausserordentlicher Professor für Biologie an der Universität von Calgary, Kanada. Er ist eine Autorität auf dem Gebiet von fleischfressenden Säugetieren und studiert seit über 35 Jahren Wölfe und Kojoten. Er hat Forschungserfahrung in mehreren Regionen der Welt wo er vor allem die Beziehung zwischen Wölfen und ihrer Beute (Räuber-Beute-Ökologie) erforscht. 1982 war er Mitherausgeber des Buches „Wolves of the World“, das ein Bestseller wurde und immer noch als wichtige Quelle für Informationen über Wölfe gesehen wird. Paul Paquet hat auch zahlreiche Veröffentlichungen und Berichte über Wölfe und Kojoten herausgegeben. Er war Gründer und Direktor der Central Rockies Wolf Project in Alberta, Kanada und der Conservation Biology Institute in Oregon, USA. Er ist Senior Advisor bei der Raincoast Conservation Foundation, British Columbia, Kanada und in verschiedenen Verwaltungsräten tätig wie WWF International, WWF Kanada, IUCN-World Conservation Union (Gland, Schweiz).

Prof. Rolf O. Peterson

Ökologe und Zoologe
geb. 15.4.1949 in Minneapolis, US

Er ist Professor für Wildtierkunde und Ökologie an der Michigan Technological Universität und ist weltweit bekannt für seine über 35-jährige Forschung auf der Isle Royale über die Ökologie des Wolfes und seiner Beute und die Wolf-Beute(Elch) Wechselbeziehung. Er war Schüler von Dr. Durward Allen und führte nach Allens Pensionierung 1975, seine Arbeit auf Isle Royal als Projektleiter weiter. 1995 veröffentlichte er das Buch „The Wolves of Isle Royale“.
Rolf O. Peterson ist seit 1994 in der Geschäftsleitung des International Wolf Center in Ely, MN, USA.

Patricia A. Goodmann

M.Sc., Zoologin und Ethologin
geb. 1950 in Indiana, USA

Pat Goodmann studierte in den USA Zoologie und Ethologie und ist seit 1974 als Verhaltensforscherin im Wolf Park Battle Ground, USA tätig. Zusammen mit Erich Klinghammer schrieb sie ein Wolf Ethogramm, ein Katalog über das gesamte Verhalten des Wolfes. Sie schreibt regelmässig Berichte für die North American Wildlife Park Foundation.

Prof. Djuro Huber

Veterinär, Biologe und Ökologe
geb. 19.9.1950 in Zagrab, Kroatien

Djuro Huber studierte an der Universität von Zagreb Veterinärmedizin und anschliessen Biologie und Ökologie. Zur Zeit ist er dort Biologie Professor und unterrichtet vor allem Zoologie und Ökologie. Seit 1981 leitet er eine Braunbär Studie in Kroatien. 1996 wurde die Studie auf alle grossen Beutegreifer erweitert und enthält jetzt Bär, Wolf und Luchs. Djuro Huber hat unter Einbezug verschiedener Anspruchsgruppen (Jäger, Bauern, usw.) einen ausführlichen Managementplan für die Wölfe erstellt. Die Aufgabe von ihm und seinem Team, zu dem auch Dr. Josip Kusak gehört, besteht darin, darüber zu wachen, dass dieser Managementplan umgesetzt wird. Zudem beobachten sie die Bewegungen der von ihnen besenderten Wölfe. Dadurch sind die Territorien der Rudel genau bekannt und es können immer mehr Erkenntnisse über das Verhalten der Wölfe gewonnen werden. Seit 1997 wird dieses Projekt von der in der Schweiz ansässigen Bernd Thies-Stiftung unterstützt.

Elli H. Radinger

Wolfsexpertin, Fachjournalistin und Autorin
geb. 1951 in Wetzlar, Deutschland

1991 gründete Elli Radinger zusammen mit Erik Zimen und Günther Bloch in Deutschland die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e. V., deren Vorsitz sie 10 Jahre hatte. Seit 1995 wieder Wölfe im Yellowstone-Nationalpark angesiedelt wurden, beteiligt sie sich dort intensiv an Wolfsforschungen und Wolfsbeobachtungen. Sie ist Chefredakteurin des Deutschen Wolf Magazins und Autorin verschiedener Wolfsbücher. Das Wolf Magazin ist seit 1991 die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift über Wölfe und andere Kaniden. Zweimal jährlich erscheint das Wolf Magazin als Buch (auch im Abonnement). Jede Ausgabe steht unter einem Themenschwerpunkt. Ausserdem gibt es einen kostenlosen monatlichen Online-Newsletter zum Thema Wolf&Co.   www.wolfmagazin.de

Prof. Dr. Kurt Kotrschal

Biologe
geb. 5.5.1953 in Linz, Österreich

Er studierte Biologie an der Universität in Salzburg, promovierte 1981 und habilitierte 1987. Von 1981-1989 war er Assistenzprofessor an der Universität Salzburg. Es folgten Forschungsaufenthalte an den Universitäten Arizona und Colorado, USA. Seit 1990 ist er Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Ethologie in Grünau/Oberösterreich als Nachfolger von Konrad Lorenz und Professor am Department für Verhaltensbiologie, Fakultät für Lebenswissenschaften, Universität Wien. Forschung an hormonalen, kognitiven und energetischen Aspekten sozialer Organisation und zunehmend auch Mensch-Tierbeziehung, insbesondere zwischen Mensch und Hund. 2008 war Kurt Kotrschal zusammen mit Friederike Range und Zsófia Virányi Mitbegründer des Wolf Sience Center.

Das Wolf Sience Center (WSC) wurde 2008 in Zusammenarbeit mit dem Konrad Lorenz Institut und der Universität Wien gegründet, welches zuerst in Grünau im Almtal und seit 2009 in Ernstbrunn bei Wien angesiedelt ist. Es ist ein Forschungscenter in dem vor allem die kognitiven und kooperativen Fähigkeiten von Wölfen und Hunden erforscht werden. Vor allem auch im Zusammenhang mit ihren Sozialbeziehungen zu Artgenossen und zu menschlichen Partnern. Sowohl bei Menschen als auch bei Wölfen und Hunden ist Kooperation die Basis des Sozialsystems. Wölfe und Hunde sind daher zur Untersuchung der Kooperation mit Artgenossen und Menschen gut geeignet. Die Wölfe im WSC werden von Hand aufgezogen und sozialisiert.   www.wolfscience.at

Günther Bloch

Wolfsforscher und Autor
geb. 1953 in Köln, Deutschland

Der Bürokaufmann wuchs schon als Kind mit Hunden auf und gründete 1977 seine eigene „Hunde Farm Eifel“, wo er begann Hunde in Gruppen zu halten und ihr Verhalten zu studieren. Seit 1990 beschäftigte er sich immer mehr mit dem Wolf und machte verschiedene Ethologie-Praktika in Polen, Kanada und in den USA. 1991 gründete er in Deutschland zusammen mit Erik Zimen und Elli Radinger die „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.“. Seit 1991 macht er in den Kanadischen Rocky Mountains Langzeitbeobachtungen an Timberwölfen, unter der Leitung von Dr. Paul C. Paquet. Seit 1993 leitete er verschiedene Forschungsprojekte in Polen und Kanada. 1995 Gründung und Leitung der „Bow Valley Wolf Behaviour Study“. Günther Bloch veröffentlichte verschiedene Bücher über Wolfs- und Hundeverhalten. Seit November 2010 lebt er in Kanada.

Monty Sloan

M.Sc., Verhaltensforscher und Fotograf
geb. 12.11.1961, Californien, USA

Monty Sloan hatte ursprünglich Geologie studiert, ist aber seit 1988 als Wildtierbetreuer, Ausbildner, Fotograf und Verhaltensforscher im Wolf Park Battle Ground, USA tätig. Er hat ein enormes Wissen und eine ganz besondere Beziehung zu den von Hand aufgezogenen Wölfen im Wolf Park. Seine jährlichen Wolfseminare die er an verschiedenen Orten in Europa hält, unter anderem auch in der Schweiz, sind sehr zu empfehlen.   www.wolfphotography.com

Tanja Askani

Wolfsexpertin, Fotografin und Autorin
geb. 1962 in der Tschechoslowakei

Tanja Askani lernte schon als Kind Wildtiere zu verstehen und respektvoll mit ihnen umzugehen. Sie pflegte regelmässig kranke oder verletzte Tiere, die ihr Vater nachhause brachte. Sie kam 1990 nach Deutschland, wo sie zuerst als Falknerin im Wildpark Lüneburger Heide tätig war. 1998 legte sie mit der Handaufzucht eines verwaisten Polarwolfwelpen den Grundstein für ihr erstes Wolfsrudel. Mittlerweile betreut sie im Wildpark Lüneburger Heide mehrere Wolfsrudel, die sie alle von Hand aufgezogen und sozialisiert hat. Sie hält Vorträge und hat auch schon mehrere Bücher über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit den Wölfen veröffentlicht.   www.wild-park.de

Peter Christoph Sürth

Ingenieur für Wildtiermanagement, Wolfsforscher
geb. 9.1.1965 in Basel, lebt in Deutschland

Peter Christoph Sürth arbeitete von 1996 -2003 für das Carpathian Large Carnivore Project in Rumänien, wo er zusammen mit Christoph Promberger das Verhalten und die Anpassungsfähigkeit der europäischen Wölfe, Braunbären und Luchse untersuchte. Seit 2004 entwickelte er sein eigenes Projekt „Der Weg der Wölfe“. Mit diesen Wanderexpeditionen bemüht er sich seine langjährigen Erfahrungen und sein Wissen im Umgang mit Wolf, Luchs und Braunbär anderen Menschen zugänglich zu machen. Die zweite wichtige Projektarbeit ist die Beratungs-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören Vorträge, Seminare und Projekte mit Kindern und Jugendlichen an Schulen oder mit verschiedenen Gruppen. Zusätzlich hat er bei verschiedenen Filmprojekten über grosse Beutegreifer als Berater und Wissenschaftler mitgearbeitet.

Christoph Promberger

Wildbiologe, Wolfsforscher und Forstingenieur
geb. 1965, in Deutschland

Christoph Promberger studierte in München Forstwirtschaft und Wildlife Biologie und Management. Er ist als Wildbiologe und Wolfsforscher an der Wildbiologischen Gesellschaft München tätig. Er und seine Frau Barbara betreuten von 1993-2003 ein 10-jähriges Wolfsprojekt in Rumänien über die Karpaten-Wölfe und den Zusammenhang zwischen den Wölfen und dem gesamten Ökosystem. Er hat das Buch „Faszination Wolf - Mythos, Gefährdung, Rückkehr“ veröffentlicht und wurde bekannt durch den Film „Der Herr der Wölfe“. Seit 2004 leben die Prombergers in Rumänien in den Karpaten, wo sie eine Reiterhof-Pension betreiben und Wanderferien ins Wolfsrevier anbieten. Zudem engagieren sie sich für 2 grosse Natur und Landschaftsprojekte in den Karpaten. 2009 bekamen Christoph Promberger und seine Frau die Erlaubnis von den weissrussischen und ukrainischen Behörden ein Forschungsprojekt in der Sperrzone von Tschernobyl zu starten. Nach der Reaktorkatastrophe 1986 wurden etwa 150 Ortschaften mit mehr als 150‘000 Bewohnern evakuiert. Unbehindert von Menschen haben sich seither in der Zone zahlreiche Wildtierarten angesiedelt. An der Spitze des Ökosystems in dieser neuen Wildnis steht der Wolf. Die Prombergers haben zusammen mit einem weissrussischen Forscherteam, unter der Leitung von Prof. Vadim Siderowitsch, Wölfe in der Zone eingefangen und mit Sendern ausgestattet, um Fakten über ihr Territorial- und Migrationsverhalten, den Grad der Verstrahlung und den Gesundheitszustand zu sammeln. Das Forscherteam wurde von einem Kamerateam begleitet. Es entstand die Dokumentation „ radioaktive Wölfe“, die in der Sendung Universum ausgestrahlt wurde.

Vladimir Bologov

Biologe
geb. 1965 in Russland

Der russische Biologie ist einer der Wenigen, die sich für den Schutz der Wölfe in seinem Land einsetzen. In Russland ist es erlaubt, den Wolf ganzjährig zu jagen. Inmitten der südwestlichen Taiga hat er 1993 das Wolfsprojekt seines Vaters übernommen, wo er eine Auswilderungsstation für verwaiste Wolfswelpen leitet. Im Frühjahr kauft er den Jägern die gefangenen Welpen ab und betreut sie dort, bis sie wieder ausgewildert werden können. Er leistet wichtige Aufklärungsarbeit und es ist ihm gelungen, gegen Bezahlung einige Jäger für sein Projekt zu gewinnen, die jetzt als Ranger in seinem Gebiet tätig sind. Die Deutsche Gisela Müller hat 2004 eine Hilfsaktion für Wölfe gegründet und unterstützt damit Vladimir Bologovs Projekt.   www.wolfshilfe.de

Dr. Josip Kusak

Veterinär und Biologe
geb. 13.3.1965 in New Virje, Kroatien

Josip Kusak studierte an der Universität von Zagreb Veterinärmedizin und anschliessend Biologie. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Lebensbedingungen der Wölfe in Kroatien. Er ist an diversen Forschungsprojekten der grossen Beutegreifer Bär, Wolf und Luchs im In- und Ausland beteiligt,  unter anderem auch beim Projekt der grossen Beutegreifer in Kroatien, das von Prof. Djuro Huber geleitet wird.

Hélène Grimaud

Konzertpianistin und Wolf-Konservatorin
geb. 7.11.1969 in Aix-en-Provence, Frankreich

Hélène Grimaud wuchs in Frankreich auf, begann mit 9 Jahren Klavier zu spielen und studierte ab 1982 am Konservatorium in Paris. 1987 gelang ihr der internationale Durchbruch und im Verlauf ihrer Klavierkarriere erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Mit 21 Jahren zog sie nach Florida, wo sie 1991 eine Begegnung mit einer Wölfin hatte und sofort eine Seelenverwandtschaft mit ihr spürte. Diese Begegnung veränderte ihr Leben und sie befasste sich immer mehr mit diesen Tieren. 1999 gründete sie in South Salem bei New York das Wolf Conservation Center.

Das Wolf Conservation Center (WCC) widmet sich der Zucht, dem Schutz und der Reintegration von Wölfen in staatlich ausgewiesene Gebiete. Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung der Bevölkerung. Vor allem Kinder und Jugendlichen sollen mittels Vorträgen und der direkten Begegnung mit Wölfen für die ökologischen Zusammenhänge und den Artenschutz sensibilisiert werden.   www.nywolf.org

Assistenz Prof. Dr. Marco Musiani

Biologe und Ökologe
geb. 15.6.1970 in Rom, Italien

Marco Musiani studierte in Siena Biologie und ist jetzt Assistenzprofessor für Wildtiermanagement und Landschaftsökologie an der Universität von Calgary, mit Lehrstuhl an der Universität von Montana in Kanada. In seiner Arbeit setzt er einen starken Fokus auf die Landschaftsökologie, die Genetik und das Tiermanagement in den USA und Kanada. Er arbeitet an verschiedenen Projekten und analysiert ökologische Daten bezüglich Räuber (Wolf/Bär/Kojote) und seiner Beute (Elch, Deer, Karibu) mittels Telemetrie. Er veröffentlichte auch viele wissenschaftliche Berichte über Tierökologie und –Management in Italien, Polen, Kanada und den USA und schrieb verschiedene Bücher. 2009 veröffentlichte er zusammen mit Luigi Boitani und Paul C. Paquet das Buch „A New Era for Wolves and People“.

Dr. Friederike Range

Biologin
geb. 12.10.1971 in Bad Pyrmont, Deutschland

Sie studierte Biologie an der Universität Bayreuth in Deutschland und machte ihre Doktorarbeit an der Univerisität of Pennsylvania in Philadelphia, USA, über das soziale Verhalten und die Kognition Rauchgrauer Mangaben (Affenart die nur in Westafrika vorkommt) an der Elfenbeinküste. 2004 kehrte sie nach Europa zurück und begann in Österreich an der Konrad Lorenz Forschungsstation in Grünau mit Raben zu arbeiteten. Seit 2005 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Wien. 2008 war sie zusammen mit Kurt Kotrschal und Zsófia Virányi Mitbegründerin des Wolf Science Center.   www.wolfscience.at

Barbara Promberger

Biologin und Zoologin
geb. 1974 in Eibiswald, Österreich

Barbara Promberger studierte in Wien Biologie mit Schwerpunkt Zoologie. Sie schrieb ihre Diplomarbeit über das Territorialverhalten von Wölfen in Rumänien. Von 1993-2003 betreute sie zusammen mit ihrem Mann Christoph ein 10-jähriges Wolfsprojekt in Rumänien. Mehr dazu und weitere Projekte der Prombergers siehe unter Christioph Promberger.

Dr. Chris Darimont

Biologe
geb. 1974 in Vancouver, Kanada

Er promovierte in Biologie an der Universität von Victoria über die Küstenwölfe in Kanada und leitete das Forscherteam, dessen Erkenntnisse die wissenschaftliche Grundlage zum Buch „Wilde Wölfe, die letzten ihrer Art in Kanada“ von Ian Mc Allister bildeten. Er leitet gemeinsam mit Paul C. Paquet das Raincoast Wolf Project. Als Artenschutzbiologe für die Raincoast Conservation Foundation und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Kalifornien in Santa Cruz, ist es das grosse Anliegen von Chris, sein grosses Engagement in Naturwissenschaften für Artenschutz und Tierhaltung überall dort einzusetzen, wo es am dringendsten benötigt wird. Seine Forschungsarbeit konzentriert sich aufRaubtiere, welche von allen Wildtieren die stärksten Auswirkungen menschlicher Einflüssen erleben, seien sie direkt (durch Verfolgung) oder indirekt (durch die Konkurrenz um Nahrung). Für seine Studien über Wolfspopulationen im kanadischen Westen, seinen Einsatz im Naturschutz und seine zahlreichen Publikationen, wurde Chris bereits vielfach mit akademischen und Artenschutz Preisen ausgezeichnet. Überzeugt davon, dass seine Beiträge über den akademischen Kreis hinaus wahrgenommen werden sollten, setzt sich Chris als sachkundiger Fürsprecher für die Tiere ein.

Dr. Zsófia Virányi

Biologin
geb. 28.3.1977 in Debrecen, Ungarn

Sie wuchs mit den Büchern von Konrad Lorenz auf und wollte als Kind schon immer die Sprache der Tiere verstehen. Sie studierte Biologie an der Eötvös Lorand Univeristät in Budapest, Ungarn. In der Verhaltensbiologie legte sie ihren Schwerpunkt in die Kognitionsforschung vor allem mit Hunden. Eine Postdoktorale Stelle am Konrad Lorenz Institut für Evolution und Kognitionsforschung brachte sie nach Österreich, wo sie mit Kurt Kotrschal und Friederike Range zusammen arbeitete. Während ihres PhD verglich sie das Verhalten von handaufgezogenen Wölfen und Hunden. 2008 war sie zusammen mit Kurt Kotrschal und Friederike Range Mitbegründerin des Wolf Science Center.   www.wolfscience.at