Projekt Alpe Pontimia, Zwischbergental (VS)
≡ Schlussbericht vom November 2022
Bericht über den Abschluss der Alpsaison 2022
≡ Allgemeine Projektinformationen
Der Alpbewirtschafter und seine Schäferkollegen alpten ihre Schafe in den vergangenen Jahren auf der Alpe Emosson Le Barberine im Unterwallis. Wolfsübergriffe verunmöglichen es ihnen aber, dort weiter zu alpen. Aufgrund der topographischen Lage ist dort die Umsetzung von wirkungsvollen Herdenschutzmassnahmen kaum möglich.
Für die kommenden Jahre konnten sie nun die Alpe Pontimia pachten. Hier möchten sie ein grossangelegtes Herdenschutzprojekt starten. Vorgesehen sind 5 grossräumige Koppeln mit einem gut elektrifizierten 5-Litzenzaun. Diese Koppeln dienen als Nacht- und Schlechtwetterweiden. An den Hängen werden 9 weitere Tagweiden erstellt. Ein 3-Litzenzaun hilft der Hirtin, die Schafe tagsüber gezielt zu hüten. Die Alpbewirtschafter konnten für diese Alpsaison eine erfahrene und pflichtbewusste Hirtin engagieren, welche die 450 Schwarznasenschafe betreuen, hüten und pflegen wird.
Leider dürfen auf der Alpe Pontimia keine Herdenschutzhunde eingesetzt werden. Dies wurde von der Gemeinde Stalden, Besitzerin der Alp im Pachtvertrag untersagt. Ohne dem Einsatz von Herdenschutzhunden ist der Schutz der Schafe jedoch nicht optimal. Trotzdem möchte CHWOLF den enormen Einsatz der Alpbewirtschafter für den Schutz ihrer Tiere in diesem Jahr unterstützen. Mit der Gemeinde muss aber dringend eine Lösung gefunden werden, damit in Zukunft Herdenschutzhunde eingesetzt werden dürfen.

