BAFU lehnt Abschussgesuch für drei Jungwölfe aus dem Kärpf-Rudel ab

Medienmitteilung des Bundesamtes für Umwelt BAFU vom 14. Oktober 2021

 

Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat das Gesuch des Kantons Glarus um eine Abschussbewilligung von drei Jungwölfen aus dem Kärpf-Rudel abgelehnt. Die Schäden in geschützten Nutztierherden liegen unter der Schwelle, die für einen Eingriff erreicht sein muss.

Am 24. September 2021 hat der Kanton Glarus beim BAFU ein Gesuch eingereicht für eine Regulierung des Wolfrudels am Kärpf. Die Prüfung der eingereichten Dokumente durch das BAFU hat ergeben, dass die Kriterien für einen Eingriff in das Rudel nicht erfüllt sind: Die Schäden in geschützten Nutztierherden liegen unter der Schwelle von zehn gerissenen Tieren, die für einen Eingriff nötig sind. Grund dafür ist, dass nicht alle der vom Kanton angegebenen gerissenen Nutztiere geschützt waren. Das BAFU hat deshalb das Gesuch auf der Basis des Jagdgesetzes und der per Mitte Juli 2021 revidierten Jagdverordnung abgelehnt.

Das BAFU hat eine Verfügung erlassen. Der Kanton kann gegen den Entscheid des BAFU Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben.

 

gesamte Medienmitteilung des Bundesamtes für Umwelt BAFU vom 14.10.2021 als pdf

 

Anmerkung von CHWOLF

Wir danken dem Bundesamt für Umwelt für das genaue Prüfen der eingereichten Dokumente und die richtige Beurteilung der Herdenschutzmassnahmen auf den betroffenen Alpen.
Herdenschutz ist nicht gleich Herdenschutz. Oftmals ist die Umsetzung der Herdenschutzmassnahmen zu Beginn noch mangelhaft und es werden Fehler gemacht. Dies gilt es zu allererst zu korrigieren und zu verbessern, bevor in die Natur eingegriffen wird! Zu diesem Thema hat CHWOLF am 13.08.2021 die Medienmitteilung «Risse trotz Herdenschutz – Wie kann das sein» veröffentlicht.

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