Der Wolf zwischen Schutz und Ausrottung

Artikel im Einsiedler Anzeiger vom 28. August 2026

 

Nach den Wolfsrissen in Pfäffikon und Einsiedeln prallen die Positionen erneut hart aufeinander. Der Einsiedler Anzeiger hat mit Christina Steiner, Präsidentin Verein CHWOLF und mit Peter Abegg, Präsident des Bauernvereins Rothenthurm gesprochen.

Für Peter Abegg bestätigen die Risse, dass ein Zusammenleben von Wolf und Nutztier in der dicht besiedelten Schweiz nicht funktioniert. Er fordert die vollständige Entfernung des Wolfs. Die Entnahme von bis zu vier Jungtieren reicht ihm nicht: Regulierung erhalte den Bestand. Er kritisiert Landammann Sandro Patierno scharf und warnt vor weiteren Schäden und Gefahren für Menschen. Es kann nicht sein, dass Eltern sich nicht mehr trauen, ihre Kinder allein hinauszulassen.

Christina Steiner zeiht den gegenteiligen Schluss. Sie sieht die Verantwortung bei den Tierhaltern: Die betroffenen Tiere seien ungenügend geschützt gewesen. Wer seine Tiere nicht schützt, darf nachher nicht jammern, wenn es Risse gibt. Das Chöpfenberg-Rudel gelte bisher als unauffällig: seine Regulierung hält sie deshalb für rechtswidrig und womöglich kontraproduktiv. Statt Abschüsse zu finanzieren, solle die öffentliche Hand den Herdenschutz stärker fördern.

Die Gespräche zeigen wie unvereinbar die Antworten auf die Wolfsfrage sind.

 

Gespräch mit Christina Steiner «Alle Bauern müssen die Herdenschutzmassnahmen umsetzen» als pdf

Gespräch mit Peter Abegg «Hinter der Rückkehr des Wolfs steckt dumme Nostalgie» als pdf

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