Die Wölfin F78 hat zu viele Nutztiere gerissen

Medienmitteilung des Kantons Bern vom 19. Februar 2021

 

Das Jagdinspektorat des Kantons Bern verfügt den Abschuss von Wölfin F78. Grund für diesen Entscheid ist der Schaden, den die Wölfin an Nutztieren angerichtet hat. Der Abschuss muss bis Ende März im Perimeter Gürbetal, Stockental, Längenberg und Gantrischgebiet erfolgen. Dies ist einzig Wildhütern erlaubt.

Gestützt auf die eidgenössische Jagdverordnung (JSV) und das Konzept Wolf Schweiz verfügt das Jagdinspektorat des Kantons Bern den Abschuss von Wölfin F78. Grund für diesen Entscheid ist der «erhebliche Schaden an Nutztieren», den die Wölfin verursacht hat. Ein solcher Schaden ist gemäss Artikel 9bis der Jagdverordnung unter anderem gegeben, wenn im Streifgebiet eines Wolfs «mindestens 35 Nutztiere innerhalb von vier Monaten getötet werden». Dabei zählen Nutztiere in Gemeinden ohne frühere Wolfspräsenz auch dann, wenn die Tiere ungeschützt waren. Im Fall von F78 waren es 36 solche Tiere.

Das Jagdinspektorat hat die Verfügung am 19. Februar 2021 dem Bundesamt für Umwelt und den Organisationen mit Verbandsbeschwerderecht eröffnet. Ziel ist, weitere Schäden am Nutztierbestand zu verhindern. Die Abschussbewilligung ist befristet bis Ende März 2021 und wird nur Wildhütern erteilt. Ab dem 1. April gilt für weibliche Wölfe bis Ende Juli ein besonderer Schutz für die Fortpflanzung und die Aufzucht von Jungtieren. Der Abschussperimeter umfasst die Gemeinden in der Region Gantrisch, im Stocken- und Gürbetal, auf dem Längenberg und die Gemeinde Köniz.

(Die gesamte Medienmitteilung kann im pdf nachgelesen werden.)

 

gesamte Medienmitteilung des Kanton Bern vom 19.2.2021 als pdf

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