2019 war ein ruhigeres Wolfsjahr im Kanton Bern

Medienmitteilung des Kantons Bern vom 24. Februar 2020


Im Jahr 2019 wurden deutlich weniger Nutztiere von einem Wolf gerissen als in den Vorjahren. Bei vier Vorfällen riss ein Wolf (M 76) sechs Nutztiere. Zum Vergleich: 2018 wurden 30 Nutztiere gerissen, 2017 waren es 65. In jenen Jahren rissen verschiedene Wölfe Nutztiere. Bei drei der vier Vorfälle im 2019 waren die Nutztiere nicht geschützt. Bei einem Vorfall waren die Tiere zwar eingezäunt, der Zaun entsprach aber nicht den Vorgaben des Herdenschutzes.

Wie viele Wölfe im 2019 im Kanton Bern unterwegs waren, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Aufgrund von Beobachtungen und Rissen kann davon ausgegangen werden, dass es sicher zwei, möglicherweise aber auch vier Wölfe waren.

Am besten dokumentiert sind die Aktivitäten des Wolfsrüden M 76 im oberen Emmental und der Gegend um den Brienzergrat. Meldungen und genetische Nachweise lassen darauf schliessen, dass im gleichen Gebiet keine weiteren Wölfe unterwegs waren. M 76 lebt seit drei Jahren in diesem Gebiet. Alle Meldungen von Wolfsbeobachtungen werden auf ein mögliches auffälliges Verhalten des Tieres hin beurteilt. Die im letzten Jahr gemeldeten Ereignisse konnten aufgrund der definierten Kriterien alle als unauffälliges Verhalten eingestuft werden. Das Jagdinspektorat bittet darum, Wolfssichtungen zeitnah zu melden.

 

>>>  gesamte Medienmitteilung des Kantons Bern vom 24.2.2020 als pdf

Um diese Website und das gesamte WWW besser und sicherer zu erleben,
wechseln Sie auf einen aktuellen Browser.