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„Auch ein Wolf im Hundepelz ist ein Wolf“, Artikel in der Tierwelt vom 19.02.2015

Die Tierweltredaktion sprach mit Christina Steiner, Präsidentin Verein CHWOLF

Wild, anmutig und geheimnisvoll: Der Wolf fasziniert. Bei manchen Menschen geht die Begeisterung so weit, dass sie sich einen Wolfshybriden, eine Kreuzung aus Hund und Wolf, anschaffen. Das kann zu grossen Problemen führen.  Ein Tier mit dem Aussehen und den scharfen Sinnen eines Wolfs, das gehalten werden kann wie ein Hund. So stellt man sich vielleicht das Ergebnis vor, das aus der Kreuzung eines Wolfs mit einem Hund hervorgeht. Und so werden Wolfshybriden ihren zukünftigen Besitzern auch angepriesen. Doch die Realität sieht anders aus. «Wolfshybriden sind keine Haustiere», hält Christina Steiner, Präsidentin des Vereins CHWOLF, fest. Die Erfahrung mit Hunden reiche für den Umgang mit diesen Tieren nicht aus. «Ein Wolfshybride sieht nicht nur aus wie ein Wildtier, sondern verhält sich auch so. »Angeschafft werden Wolfshybriden vor allem von Menschen, die fasziniert sind von der Unzähmbarkeit eines wilden Tieres und dann paradoxerweise einen Haushund wollen, in dem möglichst viel Wolf steckt. Der Glaube, dass durch die Kreuzung mit dem Hund aus dem Wolf ein lenkbarer, treuer Gefährte entsteht, entspringt romantischen Vorstellungen und Unwissen. Spätestens mit dem Eintritt der Geschlechtsreife platzen die meisten Träume vom zahmen Wolf. «Ein Wolfshybride, der nicht artgerecht gehalten wird, ist in der Lage, in kürzester Zeit eine ganze Wohnungseinrichtung zu zerstören», sagt Steiner. «Sein Fluchttrieb ist so stark, dass er ohne zu zögern durch das geschlossene Fenster springt, wenn er sich bedroht fühlt.»

>>>  gesamter Artikel „Auch ein Wolf im Hundepelz ist ein Wolf“  als pdf,
         erschienen in der Tierweltausgabe vom 19.02.2015

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