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Ständerat verabschiedet revidiertes Jagdgesetz

Gestern hat der Ständerat das revidierte Jagdgesetz gutgeheissen! Nun muss der Nationalrat darüber entscheiden. Wird dieses auch vom Nationalrat angenommen, würde dies eine massive Lockerung des Artenschutzes bedeuten. Für CHWOLF wäre dies nicht akzeptierbar und wir würden ein allfälliges Referendum tatkräftig unterstützen!

Das revidierte Jagdgesetz sieht eine massive Lockerung des Schutzstatus von geschützten Tierarten vor. Wird dieses umgesetzt, könnten geschützte Arten wie Wolf, Luchs, Biber oder auch Höckerschwan bereits geschossen werden, bevor diese Schaden angerichtet haben. Zudem dürften Wolfsrudel einfacher reguliert werden und die Entscheidung würde neu alleinig bei den Kantonen und nicht mehr beim Bund liegen. Artenschutz muss jedoch, wenn er in einem Land und über Landesgrenzen hinaus sinnvoll umgesetzt werden soll, zwingend Sache des Bundes bleiben!
Einzelne schadenstiftende Wölfe können jetzt schon entnommen werden, für das braucht es keine Revision des Jagdgesetzes. Eine Bestandes- und Rudelregulation macht zudem aus Populations- und Verhaltensbiologischer Sicht absolut keinen Sinn, da einzelne Abschüsse von Tieren aus einem intakten Rudel zu einschneidenden Veränderungen in der Rudelstruktur und damit zu absolut nicht voraussehbaren und ungewollten Effekten führen. Studien in der USA haben bereits vor Jahren gezeigt, dass bejagte Rudel durch den Zerfall der Familienstrukturen und einer erhöhten Zahl von Einzelwölfen zu mehr Nutzierschäden führen können.


Bevor das revidierte Jagdgesetz in Kraft treten kann, muss der Nationalrat ebenfalls über diese Vorlage beraten und entscheiden. Wird dieses auch vom Nationalrat gutgeheissen, würde CHWOLF mit allen uns möglichen Mitteln ein allfälliges Referendum der grossen Tierschutzorganisationen unterstützen!
CHWOLF ist sehr enttäuscht über die Entscheidung des Ständerates und generell über den Umgang der Schweizer Politik mit dem Thema Artenschutz. Es darf in der heutigen Zeit nicht sein, dass sich ein fortschrittliches und modernes Land wie die Schweiz aus rein (land)wirtschaftlichen Überlegungen so gegen Natur und einheimische Wildtiere entscheidet!