Herdenschutzmassnahmen

Nach den ersten grösseren Schäden an Nutztieren durch den Wolf in den Jahren 1995-97 wurden unterschiedliche Erfahrungen mit verschiedenen Herdenschutzmassnahmen gesammelt. Dabei hat sich herausgestellt, dass vor allem Herdenschutzhunde und elektrische Zäune einen guten Schutz leisten können. Seither hat sich der Einsatz von Herdenschutzhunden, häufig in Kombination mit einer Behirtung, homogener Herdenführung und gut gezäunten und stark elektrifizierten Nachtweiden, bewährt und professionalisiert.

Bei gut bewachten Herden hat der Wolf nur noch in ganz seltenen Fällen und beim Zusammentreffen ver­schiedener den Schutz erschwerenden Faktoren wie, unübersichtliches Gelände, schlechtes Wetter, Nebel, Wind und Dämmerung überhaupt eine Chance, ein Nutztier zu erwischen. Aber auch ein guter Herdenschutz kann keinen 100%-igen Schutz garantieren, jedoch kann dank lückenlosen Schutzmassnahmen und vorallem dank der Herdenschutz­hunde ein grösserer Schaden auch in schwierigen Situationen verhindert werden.


Nationale Koordinationsstelle Herdenschutz
AGRIDEA, die landwirtschaftliche Beratungsstelle in Lausanne, koordinierte bis Ende März 2025 im Auftrag des Bundes den Herdenschutz, aktualisierte die neuesten Erfahrungen und arbeitete fortlaufend an weiteren Verbesserungsmöglichkeiten zum Schutz der Herden.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Jagdverordnung am 1. Februar 2025 hat der Bund die gesamte Verantwortung des Herdenschutzes an die Kantone übergeben. Der Vertrag mit AGRIDEA, der Ende März 2025 auslief, wurde vom Bund nicht mehr erneuert. Auch wurde das nationale Zuchtprogramm für Herdenschutzhunde gestrichen.

>>>  Link zur Nationalen Koordinationsstelle Herdenschuz der AGRIDEA

 

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