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Zäunung

Folgende Kriterien sind bei der Zäunung im Wolfsgebiet zu beachten:

  • Feste Koppeln aus Maschendraht, Knotengeflecht etc. sollten mindestens 120cm hoch sein und einen festen Bodenabschluss (Spanndraht) aufweisen, da Wölfe lieber unter dem Zaun durchschlüpfen oder sich unten durchgraben, als über den Zaun springen.
  • Elektrozäune sollten mindestens 90cm hoch sein und nicht durchhängen. Die Mindesthöhe sollte auf der ganzen Koppellänge eingehalten werden.
  • Bei Elektrozäunen, insbesondere bei Netzen, ist rundherum eine genügend hohe Spannung zu gewährleisten. Dazu braucht es starke Elektrozaungeräte und eine gut gelegte, tief eingesetzte Erdung.
  • Bestehende Zäune können relativ einfach mit zusätzlichen Drähten elektrifiziert werden. Es reicht dann, wenn oben und unten ein zusätzlicher Draht mit genügend Strom geführt wird.
  • Auch bei Netzen ist an jeder Stelle des Zaunes auf einen guten Abschluss am Boden zu achten, um ein Durchschlüpfen zu verhindern.
  • Gewässer sind Auszukoppeln, da sie kein Hindernis für Wölfe darstellen.
  • Bei Litzenzäunen sollten der Abstand zum Boden, bzw. die Abstände zwischen den einzelnen Litzen nicht grösser als 20cm sein.
  • Von angrenzenden Böschungen sollte genügend Abstand gehalten werden, da sie als Übersprunghilfe für Wölfe dienen können.
  • Zäune sollten täglich kontrolliert werden. Löcher in elektrifizierten Netzen sollten unbedingt mit leitendem Reparaturdraht geschlossen werden.


  Merkblatt «Wolfschutzzäune bei Kleinviehherden» (AGRIDEA 2016)

 

  Info-Blatt zu Lappenzäunen (CHWOLF 2017)