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Vorteile des Herdenschutzes

Die verschiedenen Herdenschutzmassnahmen wie Herdenschutzhunde, Behirtung, Einsatz von Elektrozäunen und Nachtpferchen haben sich sehr bewährt. Bei kleinen, übersichtlichen Weiden können auch Lamas eingesetzt werden. Wo der Herdenschutz greift, werden weniger Nutztiere von Wölfen gerissen. Jährlich verbringen insgesamt 210‘000 Schafe den Sommer auf den Schweizer Alpen. Durchschnittlich werden in dieser Zeit ungefähr 200 Schafe von Wölfen gerissen, allerdings mit grossen jährlichen Unterschieden: Die Zahl variiert seit 1999 laut KORA zwischen weniger als 20 und bis zu 380 Tiere jährlich. In jedem Sommer sterben aber viel mehr Schafe auf den Alpen an anderen Ursachen.  Ca. 4‘000 - 6‘000 Tiere verenden an Krankheiten, Abstürzen, Stein- oder Blitzschlag, oder frühzeitigem Schneeeinbruch. Meist geschehen diese grossen Verluste bei unbehirteten Alpweiden in schwierigem Gelände. Also kann der Wolf nur für einen sehr kleinen Teil aller verstorbenen Schafe verantwortlich gemacht werden. Der Herdenschutz bringt somit einen weiteren wichtigen Vorteil mit sich: durch die Behirtung können viele Unfälle und Abstürze verhindert und Krankheiten frühzeitig behandelt werden und somit überleben dank Herdenschutz generell viel mehr Schafe den Sommer auf der Alp.
Dank der Behirtung gibt es auch weniger Übernutzung der Alpen. Das Alpgebiet wird meist in verschiedene Sektoren aufgeteilt und die Hirten ziehen mit ihren Schafherden regelmässig in andere Sektoren. Ein abgeweideter Sektor sollte frühestens nach 4 Wochen wieder benutzt werden. Damit wird erreicht, dass die Weiden überall regelmässig abgefressen werden. Nicht behirtete Schafe fressen am liebsten das frische, junge Gras, was rasch zu einer Übernutzung der Alpen führt.