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Geschichte der Einwanderung der Wölfe in die Schweiz

Die folgenden Daten der Einwanderung wurden den offiziellen Publikationen von Pro Natura und KORA entnommen.

Juli 1995 bis Mai 1996 - 117 Schafe und 2 Ziegen sind von einem oder mehreren Wölfen in der Region des Grossen St. Bernhard im Wallis getötet worden. Durch genetische Analysen von zwei gefundenen Kotspuren in diesem Gebiet, wurde die italienische Herkunft dieser Tiere bestätigt. Der Kot stammt von einem, ev. auch zwei männlichen Wölfen.

5. Februar 1996 - Erster Fotonachweis eines Wolfes in der Schweiz.  Eine automatische Kamera oberhalb von Liddes (VS), aufgestellt durch Jean-Marc Landry und Armel Perrion machte ein Bild, worauf eindeutig ein Wolf zu erkennen ist.
Am gleichen Abend wird bei Bourg-Saint-Pierre (VS) ein Wolf gesichtet und vom Wildhüter angeschossen. Wie Blutspuren zeigten wurde das Tier vermutlich an der Pfote verletzt. Es entkam.

Herbst 1998 -Beim Simplonpass werden von einem Wildtier über 20 Schafe gerissen.

25. November 1998  - Auf der Rampe der Kadaversammelstelle in Reckingen (VS) findet Thomas Schmid, der Zuständige der Sammelstelle, einen toten Wolf. Er wurde illegal mit Schrot abgeschossen. Es war ein 32kg schweres, junges Männchen aus der italienischen Population.

1998 - Im Simplongebiet wird ein Wolf beobachtet und es werden Wolfsspuren gefunden. Ende Dezember werden in Bitsch (VS) und Zwischenbergen (VS) Schafe gerissen.

14. Januar 1999 - Am frühen Morgen wird ein Wolf auf dem Simplonpass durch den Jeep eines Schneeräumungskommandos angefahren und tödlich verletzt. Es handelt sich um ein 28kg schweres, junges Männchen aus der italienischen Population. Die genetische Analyse zeigt, dass dieser Wolf nahe verwandt war mit dem erschossenen Wolf von Reckingen (ev. Brüder).

April 1999 - Im Wallis werden Spuren und Haare eines Wolfes gefunden. Der genaue Ort wird geheim gehalten. Die Haare werden analisert.

27. Mai 1999 - Ein Angriff auf Schafe oberhalb von Commeire (VS) lässt auf einen Wolf schliessen.

3. Juni 1999 - Ein Wolf wird bei Veysonnaz (VS) beobachtet und konnte durch gefundene Kotproben bestätigt werden. Es handelt sich um einen männlichen Wolf aus der italienischen Population. Er konnte bis zum 16. April 2000 im Wallis nachgewiesen werden.

Juli 1999 - Im Val de Dix werden mehrere Schafherden angegriffen. Kot- und Haaranalysen zeigen, dass es sich um einen Wolf handelt.

November 1999 - In der Gegend von Evolène im Val d’Hérens (VS) werden 22 Schafe getötet.

März 2000 - Der Walliser Wildhüter findet im Val d’Hérens Spuren und Kot eines Wolfes.
6 Gemsen werden bei Evolène getötet.

1. Mai 2000 - Nachdem Ende April bei Evoléne wieder 9 Schafe gerissen wurden, bewilligt das BUWAL den Abschuss eines Wolfes.

Juni-Juli 2000 - Im Gebiet Bellwald, Bettmer- und Riederalp und aus dem Fieschertal werden insgesamt 56 Schafe gerissen. Ob die Schäden tatsächlich von einem Wolf verursacht wurden, kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden.

25. August 2000 - Ein Wolf wird im Val d’Hérens abgeschossen. Es handelt sich um ein zwei- bis fünfjähriges Männchen aus der italienischen Population. Die Gewebeuntersuchungen zeigen, dass es sich nicht um eines jener Tiere handelt, welches im Val d’Hérens Schäden verursachte.
Am gleichen Tag wird in Ginals (VS) unterhalb des Signalhorns ein Wolf von einem Wildhüter angeschossen und wahrscheinlich tödlich verletzt.

10. Januar 2001 - Auf dem Gebiet der Gemeinde Carasso (Ti) oberhalb von Bellinzona reisst ein Wolf drei Geissen.

Mai - Juni 2001 -Im Bergell (GR) werden 14 Haustiere gerissen. Ein Wolf wird nachgewiesen.

20. August 2001 - In Absprache mit dem Bund wird die Abschussbewilligung des Wolfes im Bergell erteilt. Die Wildhüter wenden erfolglos 420 Stunden für den Abschuss des Wolfes auf. Bis zum 28. September reisst der Wolf in insgesamt 17 Angriffen 23 Schafe, 37 Lämmer und eine Ziege.

29. September 2001 - Ein Jäger erlegt in der Gegend von Margna (GR) ein Wolf. Es handelt sich um ein 42kg schweres, ausgewachsenes Männchen aus der italienischen Population.

12. Juli 2002 - Auf der Alp Pontimia südlich des Simplonpasses werden in mehreren Nächten 26 Schafen von einem Wolf gerissen. Kotproben von der Alp zeigen, dass es sich um das erste weibliche Tier, ebenfalls aus der italienischen Population handelt. Der Kanton erteilt eine Abschussbewilligung. Ab dem 23. Juli werden die Schafe von Walter Hiltbrand mit seinen Herdenschutzhunden bewacht. Nach dieser Massnahme kommt es zu keinen weiteren Schäden mehr.

September 2002 - In der Surselva (GR) werden mehre Schafe gerissen. Sichtbeobachtungen lassen auf einen Wolf schliessen. Kotanalysen bestätigen im Februar 2003, dass sich mindestens ein männlicher Wolf aus der italienischen Population in der Region aufhält.

Sommer 2003 - Wolfsnachweis nach Schafrissen auf der italienischen Seite des Ofenpasses. Im Anschluss daran kommt es auch zu Schafrissen auf der Schweizer Seite im Wallis.

Januar 2004 - In Osco (TI) wird eine Ziege gerissen. Kotanalysen zeigen, dass es sich um einen männlichen Wolf aus der italienischen Population handelt. In der Folge kommt es zu weiteren Wolfsnachweisen in der Leventina und im Betretto.

Juni 2004 - Einmännlicher Wolf wird oberhalb von Ilanz mittels einer Fotofalle fotografiert. Vermutlich handelt es sich um das selbe Tier, das sich seit September 2002 in der Surselva aufhält.

Mai - November 2004 - Im Schweizer Jura werden von verschiedenen Personen ein oder zwei Wölfe beobachtet. Ein eindeutiger Nachweis gelingt jedoch nicht.

21. März 2005 -Im Tessin wird ein Wolf mit einer Fotofalle fotografiert.

November 2005 - Im Gebiet Valendas/Durschin in der Surselva wird Kot von einem Wolf gefunden. Die Kotanalysen zeigen, dass es sich um ein männliches Tier handelt, aber nicht dasselbe ist, welches seit 2002 in der Surselva lebt.

3. Februar 2006 - Auf einer Alp bei Dalpe (TI) wird ein Wolf von einem Wilderer angeschossen, als er an einem von ihm  gerissenen Hirschkalb fressen will. Der Wolf kann verletzt flüchten. Spätere Beobachtungen zeigen, dass er den Anschlag überlebt hat.

22. März 2006 - Ein Wolf wird in Gsteigwiler bei Interlaken (BE) vom Zug überfahren. Es handelt sich um ein Männchen aus der italienischen Population. Untersuchungen zeigen, dass der Wolf an Räude erkrankt war.

April 2006 -Bei Gluringen im Goms (VS) wird ein Wolf gesichtet. Im Verlauf des Sommers werden im Goms und Simplongebiet 30 Schafe durch Wolfsangriffe getötet. Am 1. September erteilt der zuständige Regierungsrat des Kantons Wallis eine Abschussbewilligung für diesen Wolf.

Mai 2006 - Spuren und Rissbilder an drei getöteten Hirschen weisen darauf hin, dass in der Region Klosters (GR) ein Wolf unterwegs ist.

27. September 2006 - Auf der Alp Conche bei Morgins  (VS) werden bei einem Wolfangriff 8 Schafe getötet und 11 weitere verletzt. 9 Schafe bleiben verschollen. Am 11. Oktober erteilt der zuständige Regierungsrat des Kantons Wallis die Abschussbewilligung für einen Wolf im Unterwallis. Am 14. November reichen der WWF und Pro Natura gegen die Abschussbewilligung Beschwerde ein.

Oktober 2006 - Ein weiblicher Wolf wird im Unterwallis nachgewiesen.

26. Oktober 2006 - Im Auftrag der Walliser Jagdverwaltung schiesst ein Wildhüter im Goms einen Wolf ab. Es handelt sich um ein weibliches Tier.

21. November 2006 - Im Auftrag der Walliser Jagdverwaltung erschiesst ein Wildhüter auf der Alp Conche einen Wolf, obwohl das Walliser Kantonsgericht der Beschwerde von WWF und Pro Natura aufschiebende Wirkung zugesprochen hat. Die Untersuchung des Wolfes zeigt, dass das Tier zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal mit Schrot beschossen worden war.

27. November 2006 - Ein Wolf reisst in der Nähe von Pohlern bei Thun (BE) 8 Schafe, es handelt sich um ein männliches Tier aus der italienischen Population.

März 2007 -Bei Estavannes (FR) wird von mehreren Personen ein Tier gesehen, bei dem es sich um einen Wolf handeln könnte.
Bei Zweisimmen (BE) wird ein Wolf beobachtet.
In Thierachern bei Thun (BE) tötet ein Wolf sechs Schafe.

Juli - August 2007 - Erster Wolfnachweis im Kanton Waadt seit 152 Jahren. Ein männlicher Wolf aus der italienischen Population reisst zwischen dem 13. Juli und dem 26. August im Gebiet Les Muverans (VD) mehrfach Schafe und Ziegen.

27. September 2007 - Der Kanton Wallis erteilt die Abschussbewilligung für einen Wolf im Chablais. Innerhalb von vier Monaten habe ein Wolf in Val D’Illiez und auf der benachbarten Alp Susanfe 41 Schafe und Kälber gerissen. Die Abschussbewilligung läuft jedoch ungenutzt aus.

21. Oktober 2007 - Ein Wolf wird bei Brigels (GR) festgestellt. Genetische Untersuchungen zeigen, dass es sich nicht um den selben Wolf handelt, der seit 2002 in der Surselva nachgewiesen ist.

Januar 2008 - Ein Wolf wird bei Oberstocken (BE) nachgewiesen. Genetische Untersuchungen zeigen, dass es sich um den selben Wolf handelt der 2006 in Pohlern und 2007 in Zweisimmen, Saanen, Jaun und Estavannes festgestellt wurde. Am 13. Januar wird er bei Latterbach im Simmental (BE) fotografiert.

23. Februar 2008 - Ein Wolf wird bei Panix (GR) festgestellt.

Anfang März 2008 - Ein Wolf wird bei Quinto (TI) fotografiert.

10. März 2008 - Das neue Wolfskonzept des Bundesamts für Umwelt tritt in Kraft. Die Änderungen sind minimal und Pro Natura bezeichnet es als „Mogelpackung“, denn der Wolf wird damit nicht geschützt. Bis dato sind in der Schweiz 7 Abschussbewilligungen erteilt worden, das ist eine der höchsten Abschussquoten in Europa.

6. Mai 2008 - In Sonogno (TI) verursacht ein Wolf Schäden in einer Ziegenherde. Die Tierhalter der Region verlangen den Abschuss des Wolfes.

12. Juni 2008 - Bei Bex (VD) verursacht ein Wolf Schäden in einer Schafherde. Im Verlauf des Sommers kommt es zu weiteren Schäden.

15. Juli 2008 - Bei Troistorrens (VS) verursacht ein Wolf Schäden in einer Schafherde. Im Verlauf des Sommers kommt es zu weiteren Schäden.

Oktober 2008 - Erster Wolfnachweis im Kanton Obwalden seit 164 Jahren. Am 16. Oktober verursacht ein Wolf in Teuflbach (OW) Schäden und am 19. Oktober wird ein Wolf im Melchtal von einer automatischen Kamera fotografiert.

30. Oktober 2008 - Ein Wolf verursacht Schäden bei Rüschegg (BE)

Anfang November 2008 - in einem Seitental des Val Müstair im Engadin (GR) wird ein Wolf nachgewiesen.

16. November 2008 - Im Wallis wird eine Abschussbewilligung verweigert, weil die gerissenen Schafe trotz vorjähriger Wolfspräsenz nicht oder ungenügend geschützt waren. Ein kleiner Fortschritt wurde bei den Herdenschutzmassnahmen gemacht. In diesem Jahr wurden 45 Alpen mit 150 Hunden geschützt.

Dezember 2008 - In einer Umfrage befürworten knapp 80% der Schweizer Bevölkerung die natürliche Rückkehr der Wolfes in die Schweiz.

Januar 2009 - Erster Wolfnachweis seit 200 Jahren im Kanton Luzern. Am 3. Januar wird in der Gemeinde Schwarzenberg eine tote Gemse gefunden. DNA-Analysen zeigen, dass der Wolf aus der Italienischen Population stammt.

März - April 2009 - Am 3. März werden oberhalb von Kriens (LU) 3 Schafe gerissen. Am 28. März wird der Wolf im selben Gebiet von einer Fotofalle fotografiert. Ebenfalls wird ein Wolf in der Gemeinde Schwarzenberg (LU) von einer Fotofalle aufgenommen.

14. Mai 2009 -Trächtige Leitwölfin des nördlichsten Rudels in Frankreich mit staatlicher Bewilligung getötet. Bei Glières in der Haute-Savoie in den nördlichen französischen Alpen wurde in der Nacht vom 9. auf den 10. Mai eine Wölfin getötet. Der Abschuss erfolgte durch die staatlichen Wolfsmanager nach einer Bewilligung der Regierung im Gebiet "Bornes". In diesem Gebirgsmassiv, welches sich nur rund 20 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt befindet, lebt das nördlichste Wolfsrudel Frankreichs. Bereits im Februar 2009 wurde dort illegal ein Wolf getötet. Wie nun bekannt wurde, war die getötete Wölfin trächtig und hätte demnächst Welpen geboren. Somit ist auch davon auszugehen, dass mit ihr die Leitwölfin des Rudels gestorben und damit das ganze Rudel gefährdet ist. Aber auch aus Sicht des Herdenschutzes war ein solcher Abschuss fatal: Wird ein Leittier eines Rudels getötet, werden in der Regel mehr und nicht weniger Nutztiere gerissen. Dies konnte bereits 2008 in den Haute-Alpes festgestellt werden, wo ebenfalls Anfang Mai eine trächtige Wölfin überfahren wurde, worauf hin die Schäden im entsprechenden Gebiet deutlich zunahmen.

13. April 2009 - Mittels Kotanalysen wird der erste Wolf im Kanton Schwyz auf der Ibergeregg nachgewiesen. Es handelt sich auch um einen Wolf aus der italienischen Population.

1. August 2009 - Im Val dex Dix (VS) werden 15 Schafe von einem Wolf getötet.

August 2009 - innerhalb einer Woche werden 3 Wölfe zum Abschuss freigegeben. Nach dem sich der Kanton Luzern entschieden hat den Wolf im Entlebuch zum Abschuss frei zugeben, hat auch der Kanton Wallis die Abschussbewilligung für 2 Wölfe erteilt.

20. August 2009 -Am Morgen wird in der Nähe des Val d’Illiez (VS) ein männlicher Wolf erlegt. Der Wolf hielt sich in unmittelbarer Nähe einer Schafherde auf. Dieser Abschuss erfolgte in Anwendung der Wolfskonzeptes Schweiz innert der vom Konzept festgelegten Frist (60 Tage) und im Perimeter gemäss Abschussbewilligung.

Oktober 2009 - Die Abschussbewilligungen für den 2. Walliser Wolf und diejenige für den Wolf im Entlebuch (LU) laufen ungenutzt aus.

November 2009 - Im Entlebuch bei Sörenberg und im Raum Flüeli wurden 5 Schafe von einem Wolf gerissen.

Juli 2010 - Anfang Juli werden auf der Varneralp (VS) Schafe gerissen und am 22. Juli fand ein Alphirte auf der Alpe Scex (VS) ein totes Rind. In der darauffolgenden Nacht wurde nochmals ein Rind angegriffen, es konnte verletzt flüchten. Eine Woche später wird ein drittes Rind angegriffen und getötet. Die Rissspuren deuten auf einen oder mehrere Wölfe hin. Das ist das erste Mal, dass in der Schweiz Rinder von Wölfen angegriffen wurden. Aufgrund der Einschätzungen der Interkantonalen Kommission für das Grossraubtiermanagement des Wallis (IKK) und da momentan noch keine erprobten Präventionsmassnahmen für Rinder bestehen, hat der zuständige Regierungsrat im Wallis letzte Woche einen Wolf zum Abschuss freigegeben.

9. August 2010 - Auf Grund der DNA-Analysen meldet das Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne, dass tatsächlich zwei verschiedene Wölfe an den Schafkadavern waren: zum einen das seit einigen Jahren bekannte Männchen aus den Nordwestalpen (Kantone Bern und Freiburg) und zum andern, das seit letztem Jahr bekannte Weibchen aus dem Val de Dix (Kanton Wallis). Damit ist erstmals eine Paarbildung bei der geschützten Art Wolf in der Schweiz nachgewiesen. Detaillierte DNA-Analysen der Proben, welche von den attackierten Rindern auf der Alpe Scex genommen wurden, werden zeigen, ob das gleiche Wolfspaar auch für diese Angriffe verantwortlich ist. Dieser Fall ist sehr wahrscheinlich.

11. August 2010 - Am frühen Mittwochmorgen haben Wildhüter auf der Alpe Scex im Wallis einen männlichen Wolf erlegt, der nach Angriffen auf Rinder zum Abschuss freigegeben war. Dies bedeutet auch, dass die erste Wolfspaarbildung in der Schweiz wieder zerstört wurde.

26. April 2011 - Am 1. April wird im Gebiet Wellenberg in Giswil (Kanton Obwalden) ein Schaf gerissen, daraufhin veranlasste die Jagdverwaltung eine Speichelprobe und in der Nähe des Kadavers eine Fotofalle aufzustellen wo der Wolf prompt am 4. April fotografiert wurde. Nach der Speichelprobe handelt es sich um einen Wolf italienischer Abstammung.

5. Mai 2011 - Am 5. Mai hat ein Wolf ein junges Schaf in Sörenberg (LU) gerissen. Am gleichen Abend kehrte der Wolf zum Riss zurück und tappte dabei in eine Fotofalle. Die Wildhüter nahmen am toten Lamm DNA-Proben, um den Wolf zu identifizieren. Vermutlich handelt es sich um den Selben Wolf, der am 1. April in Giswil (OW) ein Schaf gerissen hat.

2011 wurden in der Schweiz 10 verschiedene Wölfe genetisch nachgewiesen.

Ende August  2012 tappte im Calandagebiet ein Wolfswelpe in eine Fotofalle! Dies ist der erste Nachweis einer Wolfsfamilie in der Schweiz, seit der Wiedereinwanderung 1995! Seit Dezember 2012 ist bekannt, dass das Rudel aus acht Wölfen besteht.

2012 lebten mindestens fünfzehn Wölfe in der Schweiz, davon wurden elf genetisch nachgewiesen.

2013 lebten mindestens 25 Wölfe in der Schweiz, davon wurden 20 genetisch nachgewiesen. Das Calandarudel zog erneut Nachwuchs auf. 5 Welpen tappten in eine Fotofalle.

2014 lebten 25 – 30 Wölfe in der Schweiz. Das Calandarudel zog erneut Welpen auf. Fünf männliche Jungwölfe wurden genetisch nachgewiesen.

2015 - Neben dem Calandarudel, das auch im 2015 Welpen grosszog, wurde im Tessin im Valle Morobbia ein zweites Rudel nachgewiesen. Drei Welpen tappten in eine Fotofalle.

2016 - In der Augstbordregion im Wallis wird ein drittes Rudel nachgewiesen. Das Calandarudel und das Morobbiarudel  zogen ebenfalls Welpen auf. Zudem hat es im Grenzgebiet der Kantone BE/FR eine Paarbildung gegeben. Es leben ca. 35 – 40 Wölfe in der Schweiz.

(Stand Ende 2016)