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Die 12 Unterarten des Timberwolfes

Alexander Archipelago Wolf
(Canis lupus ligoni)
relativ kleine, kurzhaarige Wolfsart mit dunklem Fell (schwarz mit grauer Unterwolle). Lebensraum ist das Alexander Archipel.
British Columbian Wolf
(Canis lupus columbianus)
sehr grosse Unterart, meist grau oder schwarz, bis 65 kg schwer, lebt in British Columbien (Kanada). Auch bekannt als Kanadischer Küstenwolf.
>>> mehr zum Kanadischen Küstenwolf
Cascade Mountains Wolf
(Canis lupus fuscus)
mittelgross, ca. 45kg schwer. Fellfarbe zimtfarben, daher auch sein Spitzname "brauner Wolf".
Canis lupus griseoalbus soll das Gebiet um Zentralmanitoba und Saskatchewan (Kanada) bewohnen, wie der Great Plains Wolf. Vermutungen, dass es sich hierbei um dieselbe Unterart handelt, liegen nahe.
Great Plains Wolf
(Canis lupus nubilis)
auch „Buffalo Wolf" genannt, lebt in der westlichen Region der grossen Seen in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Ist die häufigste  Unterart des Timberwolfes. Seine bevorzugte Beute sind Weisswedelhirsche, Elche, Biber, Schneeschuhhasen, kleinere Säugetiere und Vögel. Bis auf eine kleine Gruppe im Nordosten von Minnesota war der Great Plains Wolf Mitte 1960 Jahre fast überall ausgerottet. 1974 wurde er als gefährdete Art geschützt. 2004 lebten wieder ca. 3700 Exemplare in den USA: Michigan 360, Isle Royal 30, Wisconsin 425, Minnesota 3020
Interior Alaskan Wolf
(Canis lupus pampisileus)
grosse Wolfsart, lebt in Alaskas "nicht-arktischen" Gebieten im Innern des Landes.
Labrador Wolf
(Canis lupus labradorius)
mittelgross, Fellfarbe dunkelgrau bis weiss. Lebt in Nord-Quebec und der Labrador-Halbinsel.
Mackenzie Valley Wolf
(Canis lupus occidentalis)
eine der grössten Wolfsarten. Die Fellfarbe ist meist grau oder schwarz,  kann aber auch weiss oder braun sein. Lebensraum ist das Mackenzie River Valley (bei Alberta, Kanada). Wurde 1995 im Yellowstone Nationalpark und in Idaho wieder angesiedelt.
Mogollon Mountain Wolf
(Canis lupus mogollonensis)
Fellfarbe meist dunkel mit weiss durchsetzt, lebte in Zentral-Arizona und Neumexiko. Gilt als ausgestorben.
Northern Rocky Mountains Wolf
(Canis lupus irremotus)
mittel- bis grosse Wolfsart, 45-70kg mit hellem Fell, Lebensraum sind die nördlichen Rocky Mountains bis ins südliche Alberta.
Southern Rocky Mountians Wolf
(Canis lupus youngi)
mittelgrosse Wolfsart mit hellem Fell. Lebte in den Rocky Mountains von Nevada, Utah und Colorado. Gilt als ausgestorben.
Texas Grey Wolf
(Canis lupus monstrabilis)
kleine Wolfsart, meist von dunkler Farbe, obwohl auch weisse Tiere gesichtet wurden. Lebte in Texas und Nord-Mexiko. Obwohl erst 1937 als eigene Unterart entdeckt, gilt sie bereits als ausgestorben.

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Kanadischer Küstenwolf

Er lebt von den Menschen relativ unbeeinflusst in einem abgeschiedenen und relativ intakten Lebensraum an der wilden Pazifikküste British Columbias in Kanada. Die Lebensräume vieler Küstenwölfe umfassen ganze Inselgruppen. Folglich sind sie gezwungen, bei Nahrungssuche beträchtliche Strecken sowohl zu Land als auch schwimmend (bis zu 13km) zurückzulegen. Ihre körperlichen Fähigkeiten, ihr Verhalten und das Rudelleben haben sich über Jahrtausende an den Küstenregenwald angepasst, und sie teilen diesen Lebensraum mit anderen wandernden Tierarten wie Grizzlibären, Schwert- und Buckelwalen, dem Lachs sowie Zugvögeln. Neben Hirschen, Elchen und Ziegen fressen sie auch Muscheln, Krebse und Aas von gestrandeten Meerestieren. Im Herbst stellen vor allem die Lachse, die zum Laichen zu den Flüssen im Regenwald zurückkehren, eine wichtige Nahrungsquelle dar. Wölfe, Bären und andere an Land lebende Spezies nutzen die Flussufer als Wanderrouten und transportieren dabei marine Nährstoffe in die Urwälder der Region. Zurückgelassene Lachskadaver sowie Kot und Urin der Wölfe ernähren eine Vielzahl von Organismen und düngen die Ökosysteme der Küste. Das Küstengebiet von British Columbia, das weithin als Great Bear Rainforest bekannt ist, bietet weltweit eine der letzten Chancen, einen ursprünglichen Naturraum zu bewahren, in dem noch einheimische Arten, unbeeinträchtigte ökologische und evolutionäre Prozesse und seltene ursprüngliche Ökosysteme wie Wälder mit Altbestand zu finden sind. Doch die Zukunft des Great Bear Rainforest ist von dem in grossem Stil betriebenen Kahlschlag auf dem Festland und den entlegeneren Inseln vor der mittleren und nördlichen Küste bedroht. Hinzu kommt die stetig wachsende Gefährdung der marinen Umwelt durch Überfischung, Öl- und Gasbohrungen sowie Fischfarmen.

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