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Projekt Alpe La Corte (TI)

 

 

 

≡ Allgemeine Projektinformationen

Die Alpe La Corte liegt im Einzugsgebiet des Morobbia-Rudels. Jeden Sommer weiden rund 150 Ziegen auf der Alpe. Im Sommer weilen die Ziegen tagsüber frei auf der Weide und abends werden sie zusammengetrieben und gemolken. Die Nacht verbringen sie jeweils im Stall. Am Morgen nach dem Melken dürfen sie dann wieder auf die Weide. Obwohl nur eine rudimentäre Weideführung vorhanden ist, werden die Tiere dank dem Zusammentreiben zur abendlichen Melkzeiten einigermassen überwacht. Ab Anfang September werden die Ziegen nicht mehr gemolken und die Tiere ziehen jeweils auf die Herbstweiden, die sich um die Alpe La Corte herum und bis zum Monte Cucco erstrecken, wo sie bis Ende Oktober unbehirtet und im freien Weidegang blieben.

Die Alpe La Corte blieb bisher von Wolfsrissen verschont. Jedoch gab es auf der benachbarten Alp im Cavargna-Tal (Italien) schon mehrmals Übergriffe auf Ziegen. Um mögliche Verluste durch Wolfsangriffe auf den Herbstweiden zu vermeiden führten die Alpbewirtschafter im 2018 auch im Herbst eine permanente Behirtung mit kontrollierter Weideführung ein. Nachts wurden die Tiere in den Stall oder in einen Nachtpferch getrieben. Für die Weiterführung dieser wirkungsvollen Herdenschutzmassnahmen sind die Alpbewirtschafter in den ersten Jahren auf Unterstützung angewiesen.


  Eckdaten und Konzept 2019 Alpe La Corte

>>>  Berichte der Alpsaison 2018