Projekt Alpe Arbea/Arbeola, Misox (GR)



 

≡ Allgemeine Projektinformationen

Die 540-köpfige Schafherde auf der Alpe Arbea/Arbeola wird von einem erfahrenen Hirten mit 3 Hütehunden gehütet und nachts in einen Nachtpferch getrieben. Seit es auf zwei benachbarten und ungeschützten Alpen im San Bernardino Gebiet Risse gab und dort die Herden frühzeitig wieder ins Tal zurückgeholt wurden, beschützen zusätzlich 3 Herdenschutzhunde die Herde. Die Integration der Hunde funktionierte gut. Einzig das schlechte Wetter und der magere Graswuchs machen dem Hirten grosse Probleme. Da in den höheren Lagen lange Schnee lag ist das Gras nicht so üppig gewachsen wie in anderen Jahren. Zudem ist das Gebiet sehr steinig und felsig, sodass sich die Schafe grossflächig im Gebiet verteilen müssen, um genügend Futter zu finden. So ist es auch sehr schwierig die Herde homogen zu führen. Bei den tagelangen anhaltenden massiven Regenfällen und dichtem Nebel mit Sichtweiten von teilweise unter 10m hatte der Hirt keine Chance abends alle Schafe zu finden und in den Nachtpferch zu treiben. Bei diesem extrem schwierigen, steilen und felsigen Gelände ist es bei Nebel auch für den Hirten selbst extrem gefährlich. So kam es Mitte Juli zu einem Wolfsübergriff mit 4 toten Schafen und einem verletzen Tier. Ob der Übergriff in der Nacht oder tagsüber im dichten Nebel geschah, konnte nicht festgestellt werden. Um die Situation sofort zu entschärfen, musste kurzfristig ein zweiter Hirte organisiert und eine eingezäunte Schlechtwetterweide aufgebaut werden.

Diese zusätzlichen Herdenschutzmassnahmen übersteigen das Budget des Alpbewirtschafters und so bat er CHWOLF um Unterstützung.

 


Eckdaten und Konzept 2021 Alpe Arbea/Arbeola

 

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