2023/2024
Abschusspolitik des Bundes  - was CHWOLF dagegen tut

Kurzer Rückblick

Anfang September 2023 gab Bundesrat Albert Rösti und sein Umweltdepartement BAFU die neue Abschusspolitik des Bundes bekannt. 70% des Schweizer Wolfsbestandes soll zum Abschuss freigeben werden. Die Schweiz soll neu in 5 Kompartimente aufgeteilt werden. Pro Kompartiment hat der Bund einen Schwellenwert von 2 - 3 Wolfsrudeln festgelegt. Gesamtschweizerisch kommt man so auf 12 Rudel. Ist der Schwellenwert pro Kompartiment erreicht, dürfen die überzähligen Rudel präventiv abgeschossen werden. In der Region V: Südostschweiz z.B. hat es Platz für 3 Rudel. Von den bestehenden 17 Rudeln dürfen 14 abgeschossen werden, auch wenn sie keinen Schaden verursacht haben, nur weil sie überzählig sind.

Bundesrat hält sich nicht an geltende Gesetze und Missachtet den Willen des Volkes
Der Gesamtbundesrat hat in einer Sitzung von Anfang November 2023 die Abschlusspläne von Bundesrat Albert Rösti und seinem Umweltdepartement gutgeheissen. Die neue Verordnung soll am 1. Dezember 2023 ohne ordentliche Vernehmlassung in Kraft treten. Mit dieser Abschusspolitik missachtet der Bundesrat den Willen des Volkes und verstösst gegen das Bundesgesetz über die Vernehmlassungsverordnung und gegen die Berner Konvention.

Kantone bereiten sich intensiv auf Abschüsse vor - Jäger werden ausgebildet und Gesuche eingereicht
Die Kantone haben sich schon lange umfassend auf die Wolfsjagd vorbereitet. Abschussgesuche wurden vorbereitet und beim Bund eingereicht, das Monitoring wurde intensiviert und Jäger konnten sich für die Wolfsjagd anmelden. Im Wallis haben sich 800 Jäger gemeldet, welche einen 3- stündigen Kurs absolvieren mussten, um für die Wolfjsagd zugelassen zu werden.

12 Rudel und diverse Jungtiere aus weiteren Rudeln werden vom BAFU zum Abschuss freigegeben
Am 28. November 2023 hat das BAFU den Abschuss von 12 ganzen Rudel bewilligt. Dies die Rudel Stagias, Vorab, Beverin und Lenzerhorn im Kanton Graubünden, die Rudel Nanz, Augstbord, Hérens-Mandelon, Le Fou-Isérables, Les Toules, Les Hauts-Forts und Chablais im Wallis und das Calfeisentalrudel im Kanton St. Gallen. Einzig das Gesuch des Kantons Tessin für den Abschuss des Val Colla-Rudels wurde vom BAFU nicht bewilligt, da dieses Rudel in den letzten 12 Monaten keine Schäden an geschützten Nutztieren verursachte. Das BAFU bewilligte jedoch den Abschuss von 2/3 der Jungtiere. Ebenfalls wurden fünf weitere Rudelregulierungen mit dem Abschuss von 2/3 der Jungtiere bewilligt. Dies in folgenden Rudeln: Jatzhorn und Rügiul in Graubünden, Onsernone und Carvina im Tessin und das Monte Tendre Rudel im Kanton Waadt.

1. Dezember 2023  -  Das Wolfsmassaker beginnt
Am 1. Dezember 2023 trat die neue Jagdverordnung in Kraft. Das Wolfsmassaker konnte beginnen.

 

Was CHWOLF bisher gegen die Abschusspolitik des Bundes unternommen hat

 

07. September 2023
Offener Brief an den Gesamtbundesrat   Link zum offenen Brief
18. September 2023
Offener Brief an das BAFU mit einer Moratorium-Forderung   Link zum offenen Brief
30. September 2023
Aufruf an die Bevölkerung, mit Protestbriefen das Wolfsmassaker zu stoppen   Link zum Aufruf
06. November 2023
Medienmitteilung „Der Gesamtbundesrat hält sich nicht an Gesetze und missachtet die Demokratie   Link zur Medienmitteilung
11. November 2023
CHWOLF reicht Beschwerde bei der Berner Konvention ein   Link zur Medienmitteilung
  (WWF, ProNatura und Birdlife konnten mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht am 11. Dezember in Graubünden und am 13. Dezember im Wallis einen teilweisen Stopp der Abschüsse bewirken. Die grossen Umweltverbände hätten es in der Hand gehabt, das ganze Wolfs-Massaker zu stoppen. Aber leider haben sie nicht für alle Abschussverfügungen eine Beschwerde eingereicht)
22. Dezember 2023
CHWOLF reicht Aufsichtsbeschwerden bei den zuständigen Kantonen ein, um das Wolfs-Massaker zu stoppen   Link zur Medienmitteilung
22. Dezember 2023
350 Umweltweltverbände aus aller Welt kritisieren die Schweizer Wolfspolitik. Der Brief wurde im Namen von Avenir Loup Lynx Jura und CHWOLF an Bundesrat Albert Rösti und an den Ausschuss der Berner Konvention geschickt.   Link zum Brief
28. Dezember 2023

«Wolf und Herdenschutz im Visier» - ein Film von Rolf Hösli

Dieser Film zeigt schonungslos auf, was zurzeit in der Schweizer Wolfspolitik abläuft, wo Mängel des Herdenschutzes bestehen, warum Behörden schlecht umgesetzte Schutzmassnahmen oftmals als gut einstufen und wie gut umgesetzte Herdenschutzmassnahmen aussehen. (Als Beispiel für gut umgesetzte Herdenschutzmassnahmen werden im Film mehrere CHWOLF-Herdenschutzprojekte gezeigt)

«Wolf und Herdenschutz im Visier», deutsch (mp4, 3.3Gb)

«Wolf und Herdenschutz im Visier» (Link auf YouTube)

«Wolf und Herdenschutz im Visier», mit französischen Untertiteln (mp4, 546Mb)

«Wolf und Herdenschutz im Visier», mit italienischen Untertiteln (mp4, 3.3Gb)

 

31. Dezember 2023 CHWOLF lanciert Internationale Online-Petition „SAVE SWISSE WOLVES“   Link zur Petition
19. Januar 2024 CHWOLF hat Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht   Link zur Medienmitteilung
24. Januar 2024

Das BVG hat in den Zwischenverfügungen vom 24.01.2024 CHWOLF die Beschwerdeberechtigung abgesprochen und damit die Beschwerden zurückgewiesen. Dies mit der Begründung, dass CHWOLF gemäss Statuten nur Aufklärungsarbeit über den Wolf betreibe und keine gesamtschweizerisch tätige Wolfschutzorganisation sei.

Per 25. März 2024 hat CHWOLF dazu detaillierte Stellungnahmen eingereicht, die mit umfangreichem Beweismaterial die Begründungen des BVG widerlegen sollen.
Ob unsere Argumente und Beweise dem BVG ausreichen werden und unsere Beschwerden definitiv behandelt werden, steht weiter offen.
19. April 2024 Die CHWOLF-Beschwerde wurde von der Berner Konvention angenommen und an der Sitzung vom 18./19. März 2024 behandelt. Das Präsidium der Berner Konvention ist sehr besorgt über die Schweizer Wolfspolitik. Link zur Mitteilung
März - Juli 2024

Vernehmlassung zur Teilrevision der Jagdverordnung
CHWOLF hat eine Stellungnahme erarbeitet, in der hauptsächlich die Bereiche Wolf und Herdenschutz berücksichtig sind, und reicht diese im Juni beim BAFU ein.

Juni 2024

CHWOLF fordert alle, die sich für unsere einheimischen Grossraubtiere einsetzen, dazu auf, selbst eine eigene Stellungnahme zu verfassen und diese einzureichen. Dafür stellt CHWOLF den inhaltlichen Teil seiner Stellungnahme zur Verwendung für weitere Eingaben zur Verfügung.

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