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Herdenschutz-Unterstützung 2014

Allgemeiner Schlussbericht

Alle Herdenschutzprojekte konnten im 2014 erfolgreich und wirkungsvoll durchgeführt und beendet werden und CHWOLF freut sich, hier den allgemeinen Schlussbericht publizieren zu können. Die einzelnen Projekt-Abschlussberichte sind in den Projektverzeichnissen zu finden.

   Allgemeiner Schlussbericht 2014

 

Zielsetzung

Nachdem unsere Herdenschutzprojekte in den vergangenen beiden Alpsaisons sehr erfolgreich verliefen, möchte CHWOLF auch im 2014 gezielt und mit Schwergewicht den Herdenschutz auf Alpen fördern, die in einem Wolfsgebiet liegen und selbst über zu wenig Mittel verfügen, um einen optimalen Schutz der Nutztiere zu gewährleisten. Es ist ein grosses Anliegen von CHWOLF, positive Signale für das Zusammenleben Mensch – Wolf zu setzen. Für das Image und den Schutz unserer Wölfe ist es von immenser Wichtigkeit, dass vermehrt eine positive Berichterstattung erfolgt. Durch eine kontinuierliche Berichterstattung über die unterstützten Alpen kann CHWOLF Aufklärung betreiben und für positive Meldungen sorgen.

Die Bewirtschaftung von höher gelegenen Alpen und der notwendige Herdenschutz sind keine einfachen Aufgaben und benötigen einen enormen Einsatz der Alpbetreiber. Auch die Haltung von Herdenschutzhunden ist nicht immer einfach und gerade in den Schweizer Alpen mit den vielen Wanderrouten auch nicht unproblematisch.     >>> mehr dazu unter Herdenschutz

 

Dank den hervorragend umgesetzten Herdenschutzmassnahmen auf der Alp Ramuz (GR/SG), mitten im Einzugsgebiet der ersten Schweizer Wolfsfamilie, gab es die ganze Alpsaison 2013 kein einziger Schaden durch Wolfsangriffe. Dieser grosse Erfolg ist für die Akzeptanz des Wolfes in der Schweiz von grosser Bedeutung und zeigt, dass es auch in einem Wolfsgebiet möglich ist, die Schafe erfolgreich gegen Wolfsangriffe zu schützen, wenn Herdenschutzmassnahmen richtig umgesetzt werden.

Die Jungwölfe des Calandarudels wandern ab und diverse weitere Alpen, unter anderem auch im Raum GR/UR, werden neu mit der Einführung und Umsetzung von Herdenschutzmassnahmen konfrontiert sein. CHWOLF möchte möglichst viele dieser Alpen unterstützen und begleiten, damit die bewährten Herdenschutzmassnahmen auch auf diesen Alpen umgesetzt werden können.

Zu diesen  Herdenschutzmassnahmen gehören insbesondere:

  • Halten von Herdenschutzhunden
  • optimale Betreuung der Schutzhunde
  • ständige Behirtung (Hirt mit Hütehunden) für das Zusammennehmen der Herde in einen Nachtpferch
  • Verbesserung und Ausbau der Zäunung
  • Elektrifizierung der Zäunung
  • Einsatz von zusätzlichen, sekundären Herdenschutzmassnahmen, wie z. B. Lappenzäune und Blinklampen

Wichtig ist, dass man die örtliche Situation und das Verhalten der Wölfe kennt und die verschiedenen Herdenschutzmassnahmen auf die jeweilige Alp, das Gelände und die situativen Bedingungen abstimmt und richtig umsetzt. Ebenfalls sehr wichtig ist die fachliche Beratung für die flankierenden, sekundären Schutzmassnahmen, wie zB. der Einsatz von Lappenzäunen und Blinklampen. Denn nur richtig umgesetzte Massnahmen helfen, die Situation zu verbessern. Auch die Kenntnisvermittlung über das Verhalten der Wölfe hilft, Gefahrensituationen vorausschauend und frühzeitig zu erkennen und situativ die richtigen Massnahmen zu treffen.

CHWOLF wird während des Alpsommers regelmässig über diese Projekte, die jeweilige Situation und die Massnahmen auf der Website und in den Medien berichten und versucht so mit all seinen Projekten und Aktivitäten, dem Herdenschutz zu Kontinuität und breiter Akzeptanz zu verhelfen, damit er eines Tages wieder als ganz normale Komponente der Nutztierhaltung etabliert sein wird, und damit die Berechtigung und das Überleben der Wölfe in unserem Land gesichert wird.

 

  Übersicht über die Herdenschutz-Projekte 2014

  Karte mit den Projektgebieten 2014 als pdf

 


                                                                                            Projektgebiete

Damit wir dies möglichst wirkungsvoll tun können, sind wir auch auf möglichst viele
CHWOLF-Gönner, Spenden, Sponsoren und Zuwendungen angewiesen.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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