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Herdenschutz mit Lamas - Pilotprojekt Phase III

 

≡ Abschluss- und Gesamtbericht 2014

Abschluss- und Gesamtbericht über die Projektphase III
vom Dezember 2014

  Abschluss- und Gesamtbericht über die Alpsaison 2014

   Übersichtskarte der Herdenschutzprojekte mit Lamas 2014

 


≡ Allgemeine Projektinformationen

Im Entlebuch und in den Waadtländer Alpen startete 2012 das von CHWOLF unterstützte Pilotprojekt „Herdenschutz mit Lamas“. In verschiedenen Ländern werden bereits erfolgreich Lamas als Herdenschutztiere gegen Kojoten, diverse Caniden und Kleinraubtiere eingesetzt. In der Schweiz wurden bisher Lamas punktuell gegen den Luchs eingesetzt. Inwieweit sie Schutz gegen einzelne Wölfe bieten können, ist bis jetzt nur wenig erforscht. Lamas sind keine Fluchttiere und greifen bei Gefahr an. Sie rennen auf den Angreifer zu und versuchen ihn mit heftigem Stampfen, Ausschlagen und Beissen zu vertreiben. Gegen einzelne Wölfe kann dies durchaus Wirkung zeigen, da Wölfe nicht einschätzbare Situationen eher meiden.

Der Einsatz von Herdenschutzhunden ist in den Sömmerungsgebieten inzwischen etabliert, bringt aber auch ein gewisses Konfliktpotential mit sich. Sie können deshalb nicht überall eingesetzt werden. Vor allem in dicht besiedelten und intensiv genutzten Gebieten kann es Probleme infolge der Lärmbelastung durch das häufige bis permanente Bellen geben. Die Ausbildung der Herdenschutzhunde ist zudem sehr zeitintensiv und teuer. Da in der Schweiz vor allem Einzelwölfe unterwegs sind, könnte der Einsatz von Lamas, vor allem in kleinen und übersichtlichen Nutztierherden eine Alternative darstellen. Vor allem auch zum Schutz von ganzjahres Weiden in tieferen, flachen Lagen und im Talboden können Lamas eine vorteilhafte Lösung darstellen.

Für 2014 ist eine weitere Projektphase vorgesehen, um die bisher gesammelten Erfahrungen zu ergänzen und die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen. Das Projekt wird auf weitere Alpen in verschiedenen Kantonen ausgeweitet und mit gezielten Tests ergänzt.
CHWOLF wird dieses Projekt auch 2014 erneut unterstützen.

 

>>> Berichte der Alpsaison 2013